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An Bord von Satelliten: Ostschweizer Firmen fliegen gemeinsam ins Weltall

Die Eggersrieter Firma Synopta beliefert die Europäische Raumfahrtagentur ESA seit einigen Jahren mit Modulen für die Laserkommunikation. Nun eröffnet eine Allianz mit der Heerbrugger Firma APM Technica eine Ausweitung des Geschäfts.
Thomas Griesser Kym
Ein Sentinel-1-Satellit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA im Orbit. (Bild: ESA/Science Photo Library)

Ein Sentinel-1-Satellit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA im Orbit. (Bild: ESA/Science Photo Library)

Seit gut fünf Jahren ist die Synopta GmbH aus dem ländlichen Eggersriet an Bord von Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Damals wurde das erste Ausrichtmodul der Synopta auf dem ESA-Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-1A erprobt, der Anfang April 2014 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus in eine Erdumlaufbahn transportiert worden war. «Unser Unternehmen hat sich seither sehr positiv entwickelt», sagt Geschäftsleiter und Gründer Reinhard Czichy. Mittlerweile beschäftigt er fünf Festangestellte und acht Teilzeitler und ist daran, zwei weitere Fachkräfte zu rekrutieren.

Die Ausrichtmodule der Synopta werden in Laserterminals für die Satellitenkommunikation eingesetzt. Sie richten Laserstrahlen für die Informationsübertragung hochpräzis zwischen Erde und Satellit respektive zwischen einzelnen Satelliten aus. Doch mittlerweile hat sich in Produktion und Entwicklung ein Engpass ergeben. Zum einen musste Synopta einzelne Produktionsschritte der Module in einem Reinraum in Deutschland erledigen lassen, was aus logistischer Sicht aufwendig war. Zum anderen hat der erfolgreiche Einsatz der Laserkommunikation seitens der ESA eine Nachfrage ausgelöst auch nach kleineren Terminals. Diese müssen aber kostengünstiger und in grösseren Serien hergestellt werden.

Allianz der Synopta mit APM Technica

Für Synopta bedeute dies «eine grosse Chance, aber auch einen hohen Aufwand für die Entwicklung und Fertigung», sagt Czichy. «Ohne kompetenten Partner könnten wir das nicht erbringen.» Ein solcher Partner hat sich gefunden. Mitinitiiert unter anderem durch die Standortförderung des Kantons St.Gallen, spannt Synopta mit der APM Technica AG von Verwaltungsratspräsident Arthur Philipp zusammen. Dessen Unternehmen mit 135 Mitarbeitenden hat sich seit dem Jahr 2002 in Heerbrugg mit optischen Klebe- und Oberflächentechnologien sowie der Montage optischer Präzisionsbaugruppen etabliert.

Im Rahmen der vereinbarten Entwicklungskooperation hat die APM Technica ihre Reinraum-Infrastruktur um 50 Quadratmeter erweitert. Auf dieser Fläche ist damit begonnen worden, die Ausrichtmodule komplett zu montieren. Die Arbeitsschritte im Ausland entfallen ­damit. «Nun haben wir alles in Reichweite», sagt Czichy. Die Kombination der Ressourcen der beiden Unternehmen hat es zudem ermöglicht, sich bei der ESA erfolgreich für die Entwicklung der neuen, kleineren Module zu bewerben. Diese können dereinst auch in kommerziellen Satelliten eingesetzt werden, wie Czichy sagt.

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