Industrie
SFS spürt Erholung im zweiten Halbjahr

Der börsenkotierte Rheintaler Industriekonzern SFS litt 2020 unter der Coronakrise. In der zweiten Jahreshälfte verbesserte sich die Lage aber.

Kaspar Enz
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Die Heerbrugger SFS setzte 2020 rund 4,3 Prozent weniger um als 2019.

Die Heerbrugger SFS setzte 2020 rund 4,3 Prozent weniger um als 2019.

Bild: Keystone

Mit 1,7 Milliarden Franken setzte die Rheintaler Industriegruppe SFS zwar rund 75 Millionen oder 4,3 Prozent weniger um als 2019. Nach einem Umsatzrückgang um über 10 Prozent im ersten Semester verzeichnete SFS in der zweiten Jahreshälfte aber bereits wieder ein Wachstum, das allerdings von negativen Währungseffekten gedämpft wurde, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Erholung war vor allem im wichtigsten Segment der Engineered Components spürbar. In diesem Segment gehört die Automobilindustrie zu den wichtigsten Kunden, die im ersten Semester besonders stark von der Coronakrise betroffen war. Im zweiten Halbjahr lag der Umsatz aber bereits wieder um über einen Drittel über dem ersten Semester. Insgesamt setzte SFS in diesem Bereich 2020 898 Millionen Franken um, sechs Prozent weniger als im Vorjahr.

Bauindustrie blieb recht stabil

Weniger stark von den Auswirkungen von Covid-19 betroffen war die Bauindustrie. Das Segment Befestigungssysteme schloss deshalb mit einem Umsatzrückgang um 1,7 Prozent auf 490 Millionen Franken recht stabil ab. Dasselbe gilt für das Segment Distribution und Logistik, das Kunden aus der Industrie und dem Baugewerbe in der Schweiz beliefert. Hier sank der Umsatz um 9 Millionen auf 317 Millionen Franken.

Nach Regionen ging der Umsatz vor allem in Europa zurück (-13,1 Prozent), während er in Asien um 7,4 Prozent zunahm. Auf Basis der noch ungeprüften Zahlen geht SFS für 2020 von einem Betriebsgewinn von 227 Millionen Franken aus.