BANKEN
Acrevis zieht mit Gewinn ins Jubiläumsjahr ein

Vor zehn Jahren fusionierten die Swissregiobank und die Bank CA St.Gallen zu Bank Acrevis. Auch sie konnte im Coronajahr den Gewinn noch steigern.

Kaspar Enz
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Der Hauptsitz der Acrevis Bank in St.Gallen.

Der Hauptsitz der Acrevis Bank in St.Gallen.

Bild: Urs Bucher

Auch die Acrevis Bank schliesst das Jahr 2020 trotz Pandemie erfolgreich ab. Der Geschäftserfolg stieg um 3,8 Prozent auf 25,6 Millionen Franken, die Bilanzsumme wuchs um 7,9 Prozent auf 4,9 Milliarden. «Wir sind dankbar, dass wir wirtschaftlich von Corona bisher nur in sehr überschaubarem Ausmass tangiert wurden», sagt Michael Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Erfolg im Kommissionsgeschäft

Zum guten Ergebnis beigetragen hat einerseits das Zinsgeschäft. Hier nahmen die Ausleihungen um über 100 Millionen auf 3,86 Milliarden Franken zu, der Erfolg wuchs um 3,8 Prozent auf 42,6 Millionen. Aber auch die Kommissionserträge aus dem Anlagegeschäft legten deutlich zu und erreichten 20 Millionen. Das Volumen der verwalteten Vermögen stieg um 14,7 Prozent auf 1,15 Milliarden.

Notkredite und Reserven

Michael Steiner.

Michael Steiner.

Bild: Benjamin Manser

Schwerere Auswirkungen hat die Pandemie wohl auf viele Firmenkunden. Die Bank habe deshalb aktiv den Dialog mit Firmenkunden gesucht, um allenfalls Hilfestellung zu bieten. In verschiedenen Fällen habe man Unternehmen mit zusätzlicher Liquidität geholfen, sagt Michael Steiner. Zu diesen Unternehmen gehörte beispielsweise die Olma, wo die Acrevis an der Kapitalerhöhung partizipiert hatte.

Die Acrevis nahm auch am Covid-Notkreditprogramm des Bundes teil und sprach 474 Kredite mit einem Volumen von insgesamt 67,1 Millionen Franken.

Jahresergebnis der Acrevis Bank

in Mio. Franken 2019 2020 Veränderung %
Kundenausleihungen 3735 3858 3,3
Bilanzsumme 4517 4874 7,9
Depotvolumen 4893 4972 1,6
Geschäftserfolg 24,6 25,6 3,8
Reingewinn 19,6 20,5 5
Mitarbeitende 146 140

Stützungsmassnahmen wie die Notkredite oder die Kurzarbeit hätten auch den Firmenkunden der Acrevis geholfen. «Es gab im Coronajahr weniger Konkurse unter den Kunden als je zuvor», sagt Steiner.

Aber die Krise sei noch nicht ausgestanden. «Es wird sich erst noch zeigen, wie rasch sich die Wirtschaft erholen kann», sagt Steiner. Langfristige Folgen für die Bankbranche seien nicht auszuschliessen. So nahm die Bank Wertberichtigungen in der Höhe von einer Million vor und stockte die Reserven für allgemeine Bankrisiken auf.

Steiner freut sich, dass es unter den Mitarbeitenden keinen schweren Fall von Corona gegeben habe. Dazu beigetragen habe, dass die Bank früh auf Homeoffice gesetzt habe.

Jubiläum im Herbst

Die Acrevis Bank feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. So finden an allen Standorten im Herbst öffentliche Jubiläumsanlässe statt. Konkret geplant habe man aber noch nichts, sagt Michael Steiner. In welchem Rahmen die Anlässe stattfinden, würden auch von der Coronasituation abhängen.

Ausserdem erhöht die Bank zum Jubiläum die Dividende um drei Franken pro Aktie. Profitieren sollen aber auch wohltätige Organisationen aus den Einzugsgebieten der Standorte. Pro Standort werden Jubiläumsspenden in fünfstelliger Höhe vergeben.

Isenrich tritt als Verwaltungsratspräsident ab

Markus Isenrich tritt als Verwaltungsratspräsident zurück.

Markus Isenrich tritt als Verwaltungsratspräsident zurück.

Bild: Benjamin Manser

Mit Präsident Markus Isenrich und Suzanne Gut verlassen zwei langjährige Mitglieder den Verwaltungsrat. Das Amt des Verwaltungsratspräsidenten wird der ehemalige Direktor Stefan Weigelt übernehmen. Neu in den Verwaltungsrat kommen Michèle Mégroz und Marcel Föllmi.