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Offensive in Asien: Stadler plant Bau einer Fabrik in Indonesien

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer hat sich schon mehrmals erfolglos an Ausschreibungen in Asien beteiligt. Nun will Stadler mit einem eigenen Standort einen weiteren Anlauf nehmen.
Thomas Griesser Kym
Wollen in Asien Fuss fassen: Stadler-Inhaber und -Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler (links) und sein Konzernchef Thomas Ahlburg. (Bild: Thi My Lien Nguyen (Bussnang, 20. September 2017))

Wollen in Asien Fuss fassen: Stadler-Inhaber und -Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler (links) und sein Konzernchef Thomas Ahlburg. (Bild: Thi My Lien Nguyen (Bussnang, 20. September 2017))

Den angestrebten Auftrag über 50 Intercityzüge für Taiwan hat der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler soeben endgültig verloren: Der Generaldirektor der Taiwan Railways Administration (TRA) ist der Wahl des TRA-Beschaffungskomitees gefolgt und hat den Vertrag mit dem japanischen Stadler-Rivalen Hitachi besiegelt.

Doch Stadler gibt trotz mehrerer erfolgloser Versuche, in den asiatischen Markt einzusteigen, nicht klein bei. Nun soll es ein eigener Standort in der Region richten. Wie indonesischen Medien zu entnehmen ist, plant Stadler nahe der Stadt Banyuwangi ganz im Osten der Insel Java den Bau einer Fabrik. Von dort aus will Stadler laut den Angaben mit «hoher Qualität Hochkapitalmärkte» anpeilen wie Singapur, Taiwan oder Australien.

Joint Venture mit einem lokalen Hersteller

Die Fabrik soll zusammen mit dem staatlichen indonesischen Rollmaterialhersteller PT Inka gebaut werden. Vereinbart sei, dass PT Inka das Land und die Gebäude finanziere, während Stadler Technologie und Maschinen anliefere. In einer ersten Phase sollen auf 12 Hektaren (das entspricht 17 Fussballfeldern) oder einem Siebtel der Fläche des 84 Hektaren grossen Geländes 500 Milliarden indonesische Rupiah investiert werden. Das entspricht 35 Millionen Franken.

Laut PT Inka ist ein Joint Venture geplant, doch wollen die beiden Unternehmen unterschiedliche Segmente bedienen. PT Inka werde auf Lokomotiven und Rollmaterial «in guter Qualität für Tiefkapitalmärkte» wie Bangladesh, Sri Lanka, Indien oder die Philippinen fokussieren. In einer Woche soll der Grundstein der Fabrik gelegt werden, deren Bau laut PT Inka Ende Jahr beendet sein soll. Mitte 2020 soll die Fabrik betriebsbereit sein.

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