Ölprojekt vor den Kanaren geplatzt

MADRID. Der Öltraum der konservativen spanischen Zentralregierung ist geplatzt. Die umstrittene Suche nach Rohstofflagern vor der Küste der Kanarischen Inseln wurde überraschend beendet.

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MADRID. Der Öltraum der konservativen spanischen Zentralregierung ist geplatzt. Die umstrittene Suche nach Rohstofflagern vor der Küste der Kanarischen Inseln wurde überraschend beendet. Spaniens Energieriese Repsol, der vor den Urlaubsinseln nach Öl sowie Gas suchte und mit einer Probebohrung den Meeresboden durchlöcherte, brach die Operation ab. Weil sich, so Repsol, die weitere Suche nicht lohne. Aber wohl auch, weil der Widerstand auf den beliebten Ferieninseln immer grösser und der Rohölpreis am Weltmarkt immer kleiner wurde.

Inselpolitiker und Naturschützer, die sich gemeinsam gegen die Ölsuche gewehrt hatten, weil sie Schäden für die Umwelt und den Tourismus fürchteten, feiern jetzt «den Sieg des Volkes». Monatelang waren die regionale Regierung der Kanaren, die Tourismusindustrie und Naturschutzverbände gegen die Bohrungen auf die Barrikaden gegangen. Drei Viertel der Inselbevölkerung hatten sich in Umfragen gegen die Öl- und Gassuche ausgesprochen. (ze)

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