NZZ-Mediengruppe setzt Transformation fort

ZÜRICH. Der betriebliche Gesamtertrag der NZZ-Mediengruppe ist im 1. Halbjahr 2015 um 3% im Vergleich zur Vorjahresperiode gesunken und erreichte 227,5 Mio. Franken. Zugleich lag der Aufwand um 1% tiefer. Es resultierten ein Betriebsergebnis von 8,5 Mio. Fr.

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ZÜRICH. Der betriebliche Gesamtertrag der NZZ-Mediengruppe ist im 1. Halbjahr 2015 um 3% im Vergleich zur Vorjahresperiode gesunken und erreichte 227,5 Mio. Franken. Zugleich lag der Aufwand um 1% tiefer. Es resultierten ein Betriebsergebnis von 8,5 Mio. Fr. (–37%) und ein rund halbierter Reingewinn von 4,3 Mio. Fr., wie die NZZ-Gruppe mitteilte, zu der auch die Tagblatt Medien gehören.

Vor allem das klassische Anzeigengeschäft sei weiter erodiert. Der Rückgang der Werbeerträge um 1% gebe dies nur unvollständig wieder. Anfang 2015 wurde die Werbevermarktung wieder in die NZZ-Mediengruppe eingegliedert, und ihr Umsatz wird nicht mehr nach Abzug einer Verkaufsprovision ausgewiesen. Auf vergleichbarer Basis sei der Print-Werbeerlös um 10% gesunken, was immer noch besser als der Schweizer Schnitt sei. Um 4% stiegen bei der NZZ die Digital-Werbeumsätze. Im Lesermarkt sei der Ertrag dank sich erfreulich entwickelnder Digital-Abonnemente stabil gehalten worden. Grund für den um einen Fünftel geringeren Druckertrag seien unter anderem der Verkauf der Appenzeller Druckerei und die Auswirkungen auf Drittaufträge durch die Schliessung des Druckzentrums Schlieren. Um neue Erträge zu generieren, verfolge die NZZ-Gruppe ein ambitioniertes Transformationsprogramm. Sie konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft Publizistik, entwickelt digitale und Printprodukte weiter und lanciert neue. Dies wirke sich aber erst zeitverzögert auf die Erlöse aus. (T. F.)