Nur langsame Erholung am Schweizer Arbeitsmarkt

Stefan Borkert
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Arbeitsmarkt Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz hat im Januar im Vergleich zum Vormonat leicht zugenommen. Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) waren Ende Januar 164466 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5094 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3,5% im Dezember 2016 auf 3,7% im Januar. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 822 Personen (+0,5%).

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 566 Personen (+2,9%) auf 19782. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1398 Personen (–6,6%). Auf Stellensuche sind, laut Seco, mehr Personen als in der Vorjahresperiode. Insgesamt wurden 226861 Stellensuchende registriert. Das sind 3448 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 4110 Personen (+1,8%) an. Die Zunahme zum Jahresauftakt sei aber ausschliesslich auf saisonale Gründe zurückzuführen, erklärte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gestern an einer Telefonkonferenz.

Seco rechnet mit einer Quote von 3,2% Arbeitslosen 2017

Vor allem das Baugewerbe zählte mehr Arbeitslose als im Dezember. Zürcher rechnet damit, dass in den nächsten Monaten die Zahl der Arbeitslosen nur langsam zurückgeht. Auch im Februar sei saisonal bedingt nochmals ein leichter Anstieg zu erwarten. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einer Arbeitslosenquote von saisonbereinigt durchschnittlich 3,2 Prozent.

Stefan Borkert