Notenbanken bereit für Ernstfall

Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf mögliche Marktturbulenzen nach der Schicksalswahl in Griechenland vor. Denkbar sind koordinierte Aktionen zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte. So dürften die Märkte im Ernstfall mit Liquidität versorgt werden.

Drucken

Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich auf mögliche Marktturbulenzen nach der Schicksalswahl in Griechenland vor. Denkbar sind koordinierte Aktionen zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte. So dürften die Märkte im Ernstfall mit Liquidität versorgt werden. Denn der Ausgang der Parlamentswahl in Athen könnte Experten zufolge das Ende des Euro in Griechenland besiegeln, sollten sich die Spar- und Reformgegner durchsetzen. Um schweren Marktreaktionen entgegenzuwirken, sind auch Währungsinterventionen möglich. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte dies in ihrem Stabilitätsbericht am Donnerstag einmal mehr bekräftigt. So will sie die Untergrenze zum Euro auf jeden Fall verteidigen.

Die Finanzminister der Euro-zone wollen morgen abend in einer Telefonkonferenz über das Ergebnis der Wahl beraten. Deutschland wird nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel weiterhin dem Druck nach Einführung von Vergemeinschaftungsinstrumenten in der Eurozone widerstehen. Eine schuldenfinanzierte Wachstumspolitik sei Ursache und nicht Lösung der Krise. Europas oberster Währungshüter Mario Draghi mahnte indessen eine tiefere Zusammenarbeit im Euroraum an. (dpa/rtr)