New Club of Paris: Wissen in Bilanzen darstellen

Auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft werden Wissensbilanzen immer wichtiger.

Günther Meier
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Vaduz. Liechtenstein und das Rheintal gelten als Zukunftsregion. Der New Club of Paris wählte deshalb die Hochschule Liechtenstein für seine Zukunftskonferenz. An dieser kamen diese Woche Herausforderungen der Wissensgesellschaft und Weichenstellungen auf dem Weg zur Wissensregion zur Sprache. Der Club, gegründet 2005, ist dem renommierten Club of Rome nachempfunden, der mit dem Bericht «Die Grenzen des Wachstums» 1972 ins Licht der Weltöffentlichkeit rückte.

Mit Konferenzen, Seminaren und Studien will der New Club of Paris den Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft aktiv begleiten. Der Wiener Professor und Club-Mitgründer Günter Koch sagte, die Konferenz in Vaduz habe sich mit der Frage beschäftigt, was noch getan werden könnte, um Firmengründungen zu erleichtern sowie immaterielle Vermögenswerte wie die Ausbildung der Mitarbeitenden in die Bilanzen mit einzubeziehen.

Der New Club of Paris rückt laut Koch das Wissensbilanz-Verfahren bei der Bewertung von Firmen und Regionen in den Mittelpunkt. Die Wissensbilanz diene heute bereits dazu, um als zentrales Managementinstrument auch immaterielle Vermögenswerte zu erfassen. Die Universitäten in Österreich sind seit fünf Jahren gesetzlich verpflichtet, solche Wissensbilanzen als Leistungsbericht zu erstellen. Auch die Nationalbank Österreichs nutze dieses Instrument. Der New Club of Paris will die Zusammenarbeit bei Wissensbilanzen fördern.

Die Region Liechtenstein-Rheintal erachtet Koch als ausgezeichnetes Feld für Wissenskooperationen, etwa mit Finnland, deren Universitäten hier einen Schritt voraus sind.

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