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Neuordnung im Fensterbau

Die AFG Arbonia-Forster-Gruppe schiebt ihr Fenstergeschäft um die Ego Kiefer AG mit Investitionen von 33 Millionen Franken an. Dazu richtet sie zwei Kompetenzzentren ein.
Thomas Griesser Kym
Einfamilienhaus in Bad Ragaz mit Fenstern von Ego Kiefer. Die AFG-Fensterbauer verarbeiten pro Jahr 2,3 Millionen Quadratmeter Glas. (Bild: Ego Kiefer)

Einfamilienhaus in Bad Ragaz mit Fenstern von Ego Kiefer. Die AFG-Fensterbauer verarbeiten pro Jahr 2,3 Millionen Quadratmeter Glas. (Bild: Ego Kiefer)

ALTSTÄTTEN. Die Division Fenster und Türen mit einer letztjährigen operativen Marge von 7,8% des Umsatzes ist ein Kerngeschäft der AFG mit Sitz in Arbon. Im Bestreben, die Gruppe ganz auf die Bauausrüstung zu konzentrieren, sucht Konzernchef Daniel Frutig seit gut anderthalb Jahren nach Möglichkeiten, auch diese Division auszubauen. Nach der Erweiterung des Roggwiler Türenherstellers RWD Schlatter für 30 Mio. Fr., verbunden mit der Schaffung von 40 neuen Arbeitsplätzen, und dem Erwerb des polnischen Fensterbauers Dobroplast vergangenen Februar folgt nun der nächste «grosse Schritt», wie Frutig sagt.

Dabei investiert die AFG total 33 Mio. Fr., je hälftig in den Fensterbauer Ego Kiefer AG mit Sitz in Altstätten und in den slowakischen Standort Pravanec. Die übergeordnete Frage lautete: Wo produziert die AFG künftig die Fenster für den Schweizer Bedarf? Einerseits beobachtet Frutig einen Trend zu hochwertigen Fenstern aus Holz sowie Holz und Aluminium, die ihren Preis haben. Andrerseits stehen die Kunststofffenster unter Preisdruck wegen günstigerer Importe, die laut Frutig pro Jahr um 10% zunehmen.

Werk Altstätten ohne Kunststoff

Vor diesem Hintergrund und mit der Absicht, Kosten in Beschaffung, Produktion und Logistik zu senken, baut die AFG Ego Kiefers Standort in Altstätten zum Kompetenzzentrum für Fenster aus Holz sowie Holz und Aluminium um. Dazu werden 14 Mio. Fr. in neue Anlagen investiert, die im Altstätter Hauptwerk konzentriert werden. Der Bau der Kunststofffenster in Altstätten wird aufgegeben und ins Waadtländer Ego-Kiefer-Werk in Villeneuve sowie an den Standort Pravanec der AFG-Tochter Slovaktual verlagert. Dort hat die AFG für 12 Mio. Fr. Land gekauft, um die Fabrik für 4 Mio. Fr. und mit Altstätter Anlagen zum Kompetenzzentrum für Kunststofffenster für europäische Märkte zu erweitern.

Zusätzliche qualifizierte Stellen

Wie Frutig sagt, werden auch preiswertere Ego-Kiefer-Fenster aus slowakischer Herstellung in die Schweiz importiert. Daneben wird die Schweiz mit Kunststofffenstern aus Villeneuve bedient, dessen Standort nach dem Ausbau für 3 Mio. Fr. das grösste Werk für solche Fenster in der Schweiz sein werde.

In Villeneuve hat Ego Kiefer heute gegen 550 Beschäftigte, in Altstätten 450. Künftig werden es in Altstätten wegen der Aufgabe der Kunststofffenster «etwas weniger» sein, wie Frutig einräumt. Eine konkrete Zahl könne er noch nicht nennen. Doch könne die Reduktion «ohne Entlassungen» bewerkstelligt werden. Der Umbau dauere bis 2016, wobei man Pensionierungen und die natürliche Fluktuation ebenso nutze wie Umschulungen: Der Ausbau der Produktionskapazitäten für Holz- und Holz-/Alu-Fenster um 50% erfordert die Schaffung «mehrerer Dutzend Stellen für Fachkräfte», vor allem Schreiner. Geplant ist auch, mehr Holz- und Holz-/Alu-Fenster über das Händlernetz der polnischen Dobroplast im Osten zu verkaufen. «Doch das wird eine Nische bleiben», sagt Frutig.

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