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Stadler-Neubau in Berlin auf Kurs

Das Werk des Thurgauer Eisenbahnbauers in Pankow soll für rund 70 Millionen Euro ausgebaut werden.
Kaspar Enz
Montage von U-Bahnwagen bei Stadler Pankow. Bild: Imago Images

Montage von U-Bahnwagen bei Stadler Pankow. Bild: Imago Images

Das Neubauprojekt der deutschen Tochter des Thurgauer Eisenbahnbauers Stadler Rail kommt in Fahrt. Der Bauantrag für den Ausbau des Werkes in Berlin-Pankow wurde eingereicht. Damit sei der erste Meilenstein erreicht, heisst es in einem Communiqué.

Für rund 70 Millionen Euro soll das Stadler-Werk um eine zusätzliche Produktionshalle, neue Büroflächen und eine moderne Kantine erweitert werden. Die Vorbereitung laufe zügig, sagt Jure Mikolčić, CEO der Stadler Pankow GmbH, gemäss einer Mitteilung. «Innerhalb von weniger als fünf Monaten sind alle Planungsarbeiten abgeschlossen worden, so dass der Bauantrag frühzeitig eingereicht werden konnte.»

Kantine in der 
ersten Etappe

Anders als ursprünglich geplant sollen in der ersten Bauetappe nicht nur die neue Montagehalle, sondern auch die Büros und die Kantine errichtet werden. Das verbessere das Arbeitsumfeld der Mitarbeiter und stärke Stadlers Position als attraktiven Arbeitgeber, so Mikolčić weiter. Verläuft das Projekt weiter nach Plan, soll der erste Bauabschnitt 2021 bezogen werden.

In weiteren Schritten plant Stadler unter anderem die Errichtung eines Logistikzentrums. Die weiteren Bauetappen macht Stadler aber vom Auftragseingang abhängig. Innerhalb der Stadler Gruppe ist Berlin das Zentrum für die Entwicklung von Strassen- und Stadtbahnen sowie Metro-Fahrzeugen. Solche werden von hier aus auch exportiert. Ausserdem werden in Berlin-Pankow alle Produkte für den deutschen Markt entwickelt, gefertigt und montiert.

Zweitgrösstes 
Werk weltweit

Damit ist Berlin-Pankow nach dem Hauptsitz in Bussnang der zweitgrösste Standort der Stadler Gruppe. In Berlin arbeiten 1300 der weltweit 8500 Stadler-Mitarbeitenden. Der Eisenbahnbauer ist auch einer der wichtigsten industriellen Arbeitgeber in Berlin.

Züge aus dem Berliner Werk fahren auch auf Berliner Schienen. Seit 2015 ist die Baureihe IK im Berliner U-Bahn-Netz unterwegs. Gleichzeitig entstehen hier 106 Fahrzeuge für die S-Bahn Berlin, die beginnend ab 2021 im Personenverkehr der Hauptstadt eingesetzt werden. Hier wurde auch der batteriebetriebene Flirt Akku entwickelt. Anfang Juli erhielt Stadler den Zuschlag für die Lieferung von 55 dieser Züge für den Einsatz in Schleswig-Holstein.

Grossauftrag 
blockiert

Noch unklar ist das Schicksal eines weiteren Auftrags für die Berliner U-Bahn. Bei der Ausschreibung der grössten Neubeschaffung in deren Geschichte hat sich Stadler zwar durchgesetzt. Die Auftragsvergabe ist aber blockiert: Konkurrent Alstom hatte gegen den Entscheid Einspruch eingelegt. Darüber muss die Vergabekammer des Landes Berlin entscheiden. Diese soll ihren Entscheid auf Ende Juli verschoben haben.

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