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Nestlé hofft auf Einigung mit Detailhändlern

Bestellstopp Nestlé hat sich gestern erstmals offiziell zum Bestellstopp diverser europäischer Detailhändler für Produkte des Westschweizer Nahrungsmittelkonzerns geäussert. Die europäische Händlerallianz Agecore will mit einem Bestellstopp für Nestlé-Produkte bessere Konditionen erzwingen, wie am vergangenen Wochenende bekannt wurde.

«Wir bedauern, dass unsere Konsumenten zurzeit Nestlé-Produkte in gewissen Geschäften nicht erhalten können», schreibt Nestlé nun in einer kurzen Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt. Man ­verhandle weiter «in gutem ­Glauben» und hoffe, bald eine «einvernehmliche Lösung für diese äussert bedauerliche Situation» zu finden.

Zur Händlerallianz Agecore gehören neben Coop in der Schweiz auch Edeka (D), Intermarché (F), Colruyt (B), Conad (I) und Eroski (E). Coop hat einen Bestellstopp auf über 150 Artikel veranlasst, wie ein Sprecher am Wochenende der «Handelszeitung» gesagt hatte. Der Bestellstopp gelte etwa für alle gekühlten Thomy-Salatsaucen, Cailler Perles, Nescafé Azera und Buitoni La Fina. Coop verlange von Nestlé «faire Einkaufspreise zu partnerschaftlichen Konditionen», hiess es.

Produktestopps sind die Ausnahme

Den Angaben nach mache Nestlé gut 2 Milliarden Franken Umsatz mit dieser Allianz, was gut 2 Prozent des Konzernumsatzes oder rund 10 Prozent des Umsatzes in Europa entsprechen würde, schrieb die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in einem Kommentar dazu. Dass Detailhändler Druck ausübten, sei dabei nichts Neues. Dass dies aber eskaliere bis zum Rauswurf von Produkten und ­damit auch in die Öffentlichkeit komme, sei dagegen seltener, meinte Analyst Patrick Schwendimann.

Die Nahrungsmittelindustrie habe in der jüngeren Vergangenheit stärker darauf gesetzt, die eigenen Margen zu steigern, dies teils zu Lasten von Marketing und Innovationen. Das könnte sich als Bumerang erweisen, glaubt Schwendimann. Er geht allerdings davon aus, dass sich Nestlé mit dem Einkaufsbündnis auf für beide Seiten akzeptable Konditionen einigen kann. Trotzdem sei die Eskalation negativ zu ­werten, da sie in einer Region geschehen sei, die in der jüngeren Vergangenheit und auch im Jahr 2017 eine gute Figur gemacht habe. (sda/awp)

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