Nestlé hat weniger verdient

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GewinnrückgangDer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat im vergangenen Jahr zwar den Umsatz um 0,8% auf 89,5 Mrd. Fr. gesteigert. Der Reingewinn sank 2016 allerdings um 6,2% auf 8,9 Mrd. Franken. Der seit vergangenem Monat amtierende Konzernchef Ulf Mark Schneider blieb bei ­seiner Premiere vor den Medien gestern vielfach vage.

Als Hauptursachen für den erneuten Rückgang des Reingewinns nennt Nestlé einen negativen Steuereffekt von einer halben Milliarde Franken sowie Aufwendungen für Restrukturierung von 300 Mio. Franken. Bereits für das Geschäftsjahr 2015 hatte Nestlé einen Gewinneinbruch von 36% auf 9,5 Mrd. Fr. bekanntgegeben.

Das operative Ergebnis 2016 legte allerdings um 6% auf 13,2 Mrd. Fr. zu. Der Generalversammlung wird eine Dividendenerhöhung von 2.25 auf 2.30 Fr. je Aktie vorgeschlagen.

Schneider hob das organische Umsatzwachstum von 3,2% hervor. Die Zuwachsraten seien breit abgestützt. Allerdings liege das Wachstum am unteren Ende der eigenen Erwartung. Sowohl bei der Steigerung der Absatzmengen als auch bei Preiserhöhungen hinkte Nestlé hinter den eigenen Vorstellungen her, sagte Schneider. Operativ zieht er die Sparschraube an, was sich in höheren Kosten für Restrukturierungen niederschlägt. Angesprochen auf Stellenstreichungen sagte der Chef, dass ein Personalabbau in einer fairen, ehrlichen Art er­fol­gen werde. Es gebe aber keinen signifikanten Abbau. Wachsen will Nestlé künftig auch mit mittelgrossen Akquisitionen. (sda)

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