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NAHRUNGSMITTELINDUSTRIE: Weniger Suppen und Saucen auf dem Tisch

Der Steinacher Lebensmittelhersteller Hügli hat 2016 zwar den Umsatz leicht steigern können, doch musste auch ein Gewinnrückgang verkraftet werden.
Stefan Borkert
Blick in die Abfüllanlage Dosen. Hügli muss sich starker Konkurrenz in einem umkämpften Markt erwehren. (Bild: PD)

Blick in die Abfüllanlage Dosen. Hügli muss sich starker Konkurrenz in einem umkämpften Markt erwehren. (Bild: PD)

Stefan Borkert

Das ist fast ein Einbruch. Während Hügli in den letzten drei Geschäftsjahren ein Wachstum von durchschnittlich +3,1% pro Jahr erzielen konnte, belasteten unter anderem ein verschärfter Wettbewerb und Verschiebungen in den Vertriebsstrukturen das Geschäftsjahr 2016.

Hügli-Chef Thomas Bodenmann sagte gestern in Zürich, dass dank leicht höherer Fremdwährungskurse (+0,8%) und einer Akquisition ein Umsatzwachstum von 1,8% auf 385,2 Mio. Fr. gelungen sei. Aber er ­betonte auch, dass die Hügli-Strategie mittelfristig ein Umsatzwachstum von 5% pro Jahr vorsehe, wobei ein Teil dieses Wachstums über den Kauf von Mitbewerbern geplant sei. So habe Hügli im Januar 2016 eine Mehrheitsbeteiligung von 80% an der holländischen Bresc B.V. erworben, welche sich auf Herstellung und Vertrieb von gekühlten Knoblauch- und Kräuterspezialitäten für die Gastronomie und Industrie spezialisiert habe.

Sorgenkind war letztes Jahr Deutschland

Der Gewinn ist mit 22,3 Mio. Fr. tiefer ausgefallen als im Vorjahr (2015: 23,3 Mio.). Das hat auch mit Deutschland zu tun. Hier brach die Ertragskraft ein. Bodenmann begründet das mit dem Umsatzrückgang in Lokalwährung von –5,7%, und das nach drei Jahren Wachstum mit je durchschnittlich 6% Zuwachs pro Jahr. Die Gründe seien vielfältig. Einerseits betonte er die verschärfte Konkurrenzsituation. Andererseits habe man Produktionsaufträge wegen ungenügender Marge aufgegeben. Im Ländersegment Schweiz und übriges Westeuropa sei ein organisches Umsatzwachstum von 1,2% möglich gewesen. Neben der positiven Entwicklung der Granovita Spanien habe es auch eine erfreuliche Umsatzsteigerung in Italien gegeben. «Die grösste Gesellschaft in der Schweiz konnte das Umsatzniveau wegen der anhaltenden Frankenstärke nur knapp verteidigen», sagte er und fuhr fort: «Man kann in Europa wachsen, aber eben nur noch geografisch.» So habe das Segment Osteuropa (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn) ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 7,3% erzielt.

Mit Bio, Spezialitäten, Produkten «Frei von…» sowie dem Export könne Umsatz gemacht werden, aber mit Suppen, Saucen und Bouillon sei derzeit kaum eine Steigerung möglich.

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