NAHRUNGSMITTEL: Am Mittag knattert die Vespa mit Koch und Küche heran

Burritos und Gemüseeintöpfe aus Foodtrucks erobern auch Schweizer Städte.

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Der würzige Duft eines Chili con Carne, ein umgebautes Vespa-Mobil mit Kochnische, davor ein Tisch mit Schöpflöffeln: Foodtrucks erobern die Schweizer Städte. Sie treffen den Nerv der Zeit und stossen auf Kritik.

Gegen elf Uhr kommen sie angefahren, die mobilen Foodtrucks. Dann werfen die Hobby- oder Berufsköche ihre Grills oder Herdplatten an und hoffen, dass den Vorbeigehenden wegen des würzigen Dufts des Gemüse­eintopfs oder der Burritos das Wasser im Mund zusammenläuft. Seit rund vier Jahren sind Foodtrucks in der Schweiz ein Trend. Sie haben ihren Weg aus nor­dischen Städten und aus Amerika in die Schweiz gefunden, wie die Trendforscherin Marta Kwiakowski vom Gottlieb-Duttweiler-­Institut festgestellt hat.

Die Idee der Foodtrucks funktioniert, weil sie auf ein frucht­bares Feld fällt: Viele Menschen überlegen sich heute gut, was sie ihrem Körper zuführen wollen. Frisch zubereitet sowie leicht, ­vitaminreich und ausgeglichen soll es sein. Gleichzeitig stehen regionale Produkte, Nachhaltigkeit und Genuss im Fokus und am Mittag muss das Essen schnell greifbar sein. Die Köche stationieren ihre Wagen daher häufig in Quartieren, wo es viele Arbeitsplätze gibt. Dort ist die Nachfrage gross.

Neu sind die mobilen Küchen nicht

Was die Betreiber von Foodtrucks freut, stösst einigen Restaurant-Betreibern allerdings sauer auf. Findige Gastronomen wissen aber auch einen Nutzen aus der neuen Konkurrenz zu ­ziehen. So arbeitet Gastronom Donat Berger aus Bern an drei Mittagen mit Foodtrucks oder ­Essenslieferanten zusammen. Eine neue Erfindung ist die Zu­bereitung und der Verkauf von Essen auf der Strasse indes nicht, denkt man nur an die Hotdog-Stände, die Strassenküchen in Asien oder die Schweizer Güggeli-Grillwagen. (sda)