Nähmaschinen
Bernina steigert Umsatz markant – Stich für Stich zum Erfolg

Die Steckborner Nähmaschinenherstellerin festigt ihre globale Spitzenposition. Und sie hat eine neue Overlocker-Serie lanciert.

Stefan Borkert
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Der Hauptsitz von Bernina in Steckborn.

Der Hauptsitz von Bernina in Steckborn.

PD

Die Bernina International AG aus Steckborn hat sich zu einer breit aufgestellten Firmengruppe entwickelt, die verschiedene Geschäftsfelder abdeckt. In einem Communiqué zum Geschäftsjahr 2020 heisst es, dass im Kerngeschäft, der Herstellung von Nähmaschinen, Bernina eine führende Stellung im Premium-Segment einnehme. Man habe diese Position 2020 stärken können. Auch in den anderen Sparten, etwa bei der Herstellung von Langarm-Quiltmaschinen und Multinadel-Sticksystem sowie beim Vertrieb von Kurzwaren, bei Quiltstoffen und Stickdesigns habe man letztes Jahr Fortschritte gemacht. CEO Claude Dreyer sagt:

Claude Dreyer, CEO Bernina.

Claude Dreyer, CEO Bernina.

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«Die Unternehmen der Bernina Textilgruppe nehmen heute weltweit in all ihren Produktsegmenten eine Spitzenposition ein.»

So ist der Umsatz der Bernina Textilgruppe seit 2016 kontinuierlich gewachsen. Die Pandemie habe das Arbeiten im abgelaufenen Jahr erschwert, trotzdem konnte Bernina den Umsatz zum vierten Mal in Folge markant steigern und zwar von 223 Millionen Franken 2019 auf 244 Millionen Franken 2020.

In den letzten Jahren ist demnach das Nähmaschinensortiment laufend ergänzt und modernisiert worden. Das grösste Verkaufswachstum an Nähmaschinen im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Frankreich, Deutschland und Belgien. Im Heimmarkt Schweiz betrug das Wachstum neun Prozent.

Meilenstein der Firmengeschichte

Für Bernina von historischer Bedeutung sei die Markteinführung der ersten durch Bernina selbst entwickelten und produzierten Overlocker im letzten Jahr gewesen. Diese L-8-Serie sei mit grossem Erfolg in der Schweiz, in Deutschland und in den USA eingeführt worden. Ihr augenfälligstes Merkmal sei der neue Lufteinfädler: Mit einem kurzen Druck auf das Fusspedal wird der Faden per Luft durch die Maschine geführt, die Greifer bewegen sich automatisch an die richtige Position und innert Kürze ist die Maschine nähbereit.

Anhaltend starker Nähtrend

Die Coronapandemie hat auch positive Auswirkungen. Sie hat zu einer zusätzlichen Nachfragebelebung des anhaltend starken Nähtrends geführt. Im Lockdown hätten die Menschen nach einer Möglichkeit gesucht, sich zu Hause sinnvoll zu betätigen. Viele entdeckten dabei das Nähen und Sticken als nachhaltiges Hobby, schreibt das Unternehmen.

Die Coronapandemie hat den Trend zum Nähen zusätzlich verstärkt.

Die Coronapandemie hat den Trend zum Nähen zusätzlich verstärkt.

PD

Dieser Trend beflügelt besonders die kostengünstigere Marke Bernette. Dank der coronabedingt hohen Nachfrage hätten 2020 deutlich mehr Bernette Nähmaschinen abgesetzt werden können, als geplant, heisst es weiter.