Nachhaltiges aus der Region

Jakob Koster, wie kommen Sie zum Holz, das krumm genug für Ihre «bogengut»-Linie ist?

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Jakob Koster, wie kommen Sie zum Holz, das krumm genug für Ihre «bogengut»-Linie ist?

Da helfen mir sicher unsere langjährigen Kontakte – schliesslich gibt es unsere Schreinerei seit 1987. Wir stehen ständig mit professionellen Händlern, Förstern und Privaten in Kontakt. Und ab und zu erhalte ich auch Tips von Dritten.

Und das Holz stammt aus der Region?

Das allermeiste. Das Olivenbaumholz natürlich nicht, aber ansonsten schauen wir schon, dass wir unser Holz aus unserer Region und dem grenznahen Ausland beziehen können. Vor kurzem haben wir von einem hiesigen Friedhof auch Zypressen bekommen, die dort gefällt werden mussten. Damit konnten wir unser Sortiment erweitern.

Wie kamen Sie auf die Idee mit «bogengut»?

Ich bin einer, der gerne nach Neuem Ausschau hält. Und da es mich ärgerte, dass man früher gutes, aber nicht perfektes Holz einfach verbrannte, verfiel ich auf eine Idee: Könnte es ein Verfahren geben, mit dem man dieses Wegwerfen weitestgehend eliminieren und zeitgleich die natürlich gewachsene Anmut des Baumes nach Hause oder ins Büro bringen könnte?

Und wie wurden Sie fündig?

Die Technologie wird beispielsweise in der Flugzeugindustrie oder im Turbinenbau schon angewendet. Ich besuchte Fachmessen und versuchte herauszufinden, ob man das Verfahren aufs Holz übertragen könnte. Ich fragte viele – und alle bestätigten mir, dass beim Holz dieses Verfahren noch nie angewendet wurde. Das reizte mich, denn ich habe Pioniergeist in mir und packe gerne Chancen, die sich bieten, am Schopf. (art)

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