Nachgefragt
Stadler ist auf Kurs – aber der Chef sagt: «Wir spüren die Auswirkungen nach wie vor»

Peter Spuhler ist Konzernchef von Stadler. Die Pandemie macht seinem Unternehmen noch immer zu schaffen.

Stefan Borkert
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Was wirkt sich stärker auf das Geschäft aus, Covid oder der Hafenstau in China?

Peter Spuhler: Die Coronapandemie verursachte einen Rückstau, den wir im ersten Halbjahr 2021 weiter aufholen konnten. Wir spüren die Auswirkungen jedoch nach wie vor, beispielsweise im Servicegeschäft und bei den Lieferketten. Letztere sind teilweise auch durch den Hafenstau betroffen.

Peter Spuhler, Konzernchef von Stadler Rail in Bussnang.

Peter Spuhler, Konzernchef von Stadler Rail in Bussnang.

Christian Beutler / KEYSTONE

Wie läuft es beim Impfen?

Das Impfen ist Sache unserer Mitarbeitenden. An unseren Schweizer Standorten haben wir noch vor den Sommerferien die Möglichkeit angeboten, sich vor Ort impfen zu lassen. Im Kanton Thurgau waren wir sogar die erste Firma, die das ihren Mitarbeitenden angeboten hat.

Nahezu jede Ausschreibung für einen Grossauftrag hat ein juristisches Nachspiel. Wächst die Juristenschar stärker als die Belegschaft?

Das ist nicht der Fall.

Wie konnte TMH überzeugen, dass bei der Wartung keine Betriebsgeheimnisse verletzt werden?

Die 22 Flirt-Züge sind bereits zugelassen und stehen ab Oktober 2021 in voller Stückzahl zur Verfügung. Das erste Fahrzeug haben wir bereits im August in Augsburg an den Betreiber Go-Ahead übergeben. Mit diesem haben wir eine Einigung erzielt, die unser beider Interessen wahrt und den Schutz sensibler Daten sicherstellt. Über weitere Details haben wir Vertraulichkeit vereinbart.

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