NACHGEFRAGT

Sofortige räumliche Trennung Letztes Jahr hat sich Valentin Vogt aus dem operativen Geschäft der Burckhardt Compression Holding AG, Winterthur, zurückgezogen. Er ist jetzt Verwaltungsratspräsident.

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Valentin Vogt Präsident Schweizer Arbeitgeberverband (Bild: Quelle)

Valentin Vogt Präsident Schweizer Arbeitgeberverband (Bild: Quelle)

Sofortige räumliche Trennung

Letztes Jahr hat sich Valentin Vogt aus dem operativen Geschäft der Burckhardt Compression Holding AG, Winterthur, zurückgezogen. Er ist jetzt Verwaltungsratspräsident.

Herr Vogt, was sind Ihrer Meinung nach die grössten Fallstricke bei einer Nachfolgeregelung?

Ganz klar, dass man zu spät damit anfängt und es zu lange vor sich herschiebt. Zweitens, dass man nicht loslassen kann. Damit man das kann, braucht es eine sofortige räumliche Trennung. Und auch sollte man irgendeine sinnvolle Beschäftigung für die Zeit danach haben, damit man nicht in ein Loch fällt.

Wie haben Sie sich selbst auf die Übergabe vorbereitet?

Ich selbst habe nicht gross Zeit gehabt. Als unser Verwaltungsratspräsident erklärte, dass er sein Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen könnte, mussten wir handeln. Bei Burckhardt ging die Ablösung innert zwei, drei Monaten vonstatten. Ich wäre zwar ursprünglich noch gerne vier Jahre lang CEO geblieben, aber es war, nach Abwägung der verschiedenen Optionen, für das Unternehmen das Beste, dass ich das Verwaltungsratspräsidium übernahm.

Hatten Sie nach Ihrem Rücktritt Langeweile oder warum haben Sie sich entschlossen, das Ehrenamt als Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes anzunehmen?

Nein, definitiv nicht. Ich hatte schon vorher einige Verwaltungsratsmandate und war als Wirtschaftsbeirat der Nationalbank tätig. Der Arbeitgeberverband hat für mich ein wenig einen patronalen Touch und ich habe das Gefühl, dass ich hier zu etwas Sinnvollem beitragen kann. Zum Beispiel kann ich meine grosse Erfahrung im Bereich Sozialpartnerschaft einbringen.

Haben Sie jetzt mehr Freizeit als früher?

Nein, das nicht. Ich arbeite, auch wenn das Verwaltungsratspräsidium nur rund 25 Prozent meiner Arbeitszeit ausmacht, gleich viel wie früher. Allerdings kann ich mir heute meine Zeit besser einteilen. Ich bin viel weniger international und dafür mehr in der Schweiz unterwegs.

Und was tun Sie, wenn Sie mal nicht arbeiten?

Ich habe einen Hund und gehe auch gerne joggen und Ski fahren. Ich bin ein aktiver Eishockeyfan, zumal mein Sohn beim EHC Wetzikon spielt. Ich geniesse die Zeit, die ich so verbringen kann. Langweilig ist mir auch in meiner Freizeit nicht. (art)

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