Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NACH KRITIK: Raiffeisen-Verwaltungsrat schlägt zurück: "Es ist sehr wohl Kompetenz vorhanden"

Raiffeisen-Verwaltungsrat Urs Schneider kontert Vorwürfe an die Adresse des Aufsichtsgremiums von Raiffeisen. Der Verwaltungsrat habe Entscheide jeweils sehr wohl hart diskutiert. Und die erfolgreichen Ergebnisse zeigten, dass nicht alles falsch entschieden worden sei.
Richard Clavadetscher
Die Wogen bei Raiffeisen gehen hoch - der Verwaltungsrat steht in der Kritik. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Die Wogen bei Raiffeisen gehen hoch - der Verwaltungsrat steht in der Kritik. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Die falsche Rechtsform, ein schwaches Aufsichtsgremium und mit Pierin Vincenz ein Ex-Chef, der nach Belieben schalten und walten konnte: So lautet das Urteil des Wirtschaftsrechtlers Peter V. Kunz in einem Interview mit dem "Tagblatt" über Raiffeisen.

Nicht einverstanden damit ist Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizer Bauernverbandes und Mitglied des Verwaltungsrats von Raiffeisen: "Verwaltungsräte können nun mal nicht über Dinge entscheiden und sie zurückweisen, von denen sie nichts wussten und die nicht ins Gremium hineingetragen worden sind", kontert Schneider den Vorwurf, das Gremium sei ein Klub von Ja-Sagern.

Urs Schneider, Verwaltungsrat von Raiffeisen. (Bild: Nana do Carmo)

Urs Schneider, Verwaltungsrat von Raiffeisen. (Bild: Nana do Carmo)

Raiffeisen habe keinen schwachen Verwaltungsrat. Vielmehr seien alle Entscheidungen der letzten Jahre hinterfragt worden, und man habe im Gremium vor einem Entscheid jeweils hart diskutiert. Kein Entscheid habe zu einem finanziellen Schaden geführt, und die erfolgreichen Ergebnisse auf allen Ebenen zeigten, dass nicht alles falsch war.

"Mitglieder von aussen und von innen"

"Im Gegensatz zu den Kritikern bin ich der Überzeugung, dass im Raiffeisen-Verwaltungsrat sehr wohl Kompetenz vorhanden ist", sagt Schneider. Das Gremium bestehe aus Mitgliedern "von aussen und von innen": Es sässen Persönlichkeiten aus dem Finanzbereich ebenso im Verwaltungsrat wie Vertreter der Raiffeisen-Bewegung. Das sähen die Raiffeisen-Statuten übrigens auch so vor.

"Auch Rechtsform der Genossenschaft ist geeignet"

Diese Zusammensetzung des Aufsichtsgremiums habe den Vorteil, dass dort auch Probleme aus der Basis Eingang in die Diskussionen fänden, so Schneider. Punktuell brauche es wahrscheinlich schon einige Ergänzungen, und Optimierungen bei Abläufen seien vorgesehen.

Im Übrigen ist Schneider "im Unterschied zu Professor Peter V. Kunz", dem dezidierten Kritiker des Raiffeisen-Verwaltungsrats, der Meinung, für eine Bank sei nicht lediglich die Rechtsform einer Aktiengesellschaft geeignet, sondern nach wie vor auch jene einer Genossenschaft.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.