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«Muss zum Glück selten zum Arzt»

Ein St.Galler Start-Up plant die Expansion nach Deutschland.
Kaspar Enz
Tobias Wolf, Mitgründer OnlineDoctor. (Bild: PD)

Tobias Wolf, Mitgründer OnlineDoctor. (Bild: PD)

Das St.Galler Start-up OnlineDoctor hat in einer Finanzierungsrunde rund zwei Millionen Franken Risikokapital erhalten. Mitgründer Tobias Wolf sagt, wofür das Unternehmen das Kapital einsetzt. OnlineDoctor will über die Grenzen.

Wie feiert ein Start-up so eine Finanzierungsrunde?

Tobias Wolf: Bis jetzt gab es erst ein paar Bier im Büro. Aber wir planen noch einen Anlass. Dazu gehört, das gebührend zu feiern.

OnlineDoctor ist eine App, mit der man auffällige Hautstellen fotografieren und einem Dermatologen zur Beurteilung schicken kann. Gehen Sie nicht gern zum Doktor?

Zum Glück muss ich nicht so oft zum Arzt. OnlineDoctor ist aber nicht nur für Leute, die nicht gern zum Arzt gehen. Wozu es gut sein kann, merken wir selber erst mit der Zeit. Zum Beispiel nutzen es Leute, die im Ausland sind, oder sehr beschäftigt. Aber OnlineDoctor soll vor allem die Ärzte entlasten. Dermatologen sind rar, viele sind überlastet. Für Bagatellfälle können spart die App Termine, dafür kommen Notfälle schneller dran.

Sie kündigen an, OnlineDoctor werde Europas führender Anbieter im Bereich Tele­dermatologie. Sind Sie sich da sicher?

Das ist die Vision, aber unsere Chancen stehen gut. In der Schweiz nutzt schon ein knappes Drittel aller Dermatologen unser Angebot. Wir expandieren jetzt nach Deutschland, Österreich ist als nächstes dran. Auch Ärzte aus anderen Ländern haben Interesse geäussert.

Was macht Sie sicher, dass OnlineDoctor sich dort durchsetzt?

Telemedizin war in Deutschland und Österreich bis vor einem halben Jahr praktisch verboten. In der Schweiz konnten wir unsere Lösung schon einführen und Erfahrungen sammeln. Damit konnten wir den Bundesverband der Deutschen Dermatologen als Partner gewinnen. In Deutschland ist der Mangel an Dermatologen noch grösser.

Funktioniert das System nur für Dermatologie?

Ein weiteres Fachgebiet kommt nächstes Jahr. Mehr darf ich noch nicht verraten.

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