Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mowag bekommt Motoren für Duros geliefert

Demnächst soll der Kreuzlinger Hersteller von Armeefahrzeugen wieder Motoren von Steyr Motors aus Österreich erhalten. Diese sind Teil der Generalüberholung der Duro-Transporter der Schweizer Armee.
Stefan Borkert
Die Mowag in Kreuzlingen unterzieht die Duros der Schweizer Armee einer Generalüberholung. (Bild: PD)

Die Mowag in Kreuzlingen unterzieht die Duros der Schweizer Armee einer Generalüberholung. (Bild: PD)

Die Auslieferung von generalüberholten Duro-Transportern durch die Kreuzlinger Mowag an die Schweizer Armee verzögert sich, weil die Motoren aus dem österreichischen Steyr fehlen. Produzent Steyr Motors ist pleite. Allerdings hat der Rüstungschef von Armasuisse, Martin Sonderegger, gestern in Bern bekannt gegeben, dass die Motoren demnächst wieder geliefert werden. Die Mowag habe eine Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter von Steyr Motors unterzeichnet. Sonderegger geht davon aus, dass die Produktion rasch hochgefahren werde.

Die Mowag hat einen Vertrag über die Sanierung von 2200 Duros. Bisher wurden um die 240 Fahrzeuge ausgeliefert. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als eine halbe Milliarde Franken. Ende 2018 stockte die Produktion, weil Steyr Motors zum Sanierungsfall wurde.

Steyr Motors fehlen 30 Millionen Euro

Inzwischen ist der Sanierungsplan gescheitert, wie der Firmenanwalt Christopher Schuster mitteilte. Demnach zieht der insolvente Spezialmotorenbauer Steyr Motors den Antrag auf Abschluss eines Sanierungsplans zurück. Laut den «Oberösterreichischen Nachrichten» (OÖN) wandelt sich das Verfahren somit ab heute in ein Konkursverfahren. Das bedeute auch, Masseverwalter Norbert Mooseder könne das Unternehmen verkaufen, heisst es im OÖN-Bericht von heute. Im OÖN-Gespräch erklärt Mooseder, es sei dem Gesellschafter nicht gelungen, ausreichend Geld für die Sanierung aufzutreiben. 30 Millionen Euro Verbindlichkeiten und ein Hypothekardar- lehen seien zu bedienen, sagte Mooseder gegenüber den OÖN.

Steyr Motors in Oberösterreich ist pleite. (Bild: PD)

Steyr Motors in Oberösterreich ist pleite. (Bild: PD)

Die Auftragslage bei Steyr Motors ist, gemäss Insolvenzverwalter, allerdings gut. Schon bald nach der Insolvenz-Ankündigung hatten sich verschiedene Unternehmen für Steyr Motors interessiert.

Auch bei der Kreuzlinger Mowag kann man sich unter Umständen einen Kauf vorstellen. Heute endet die Abgabefrist für Angebote. Dann können Interessenten vertiefend prüfen. «Anschliessend legen sie verbindliche Angebote vor», erklärt OÖN-Wirtschaftsjournalistin Sigrid Brandstätter. Drei bis fünf Bestbieter würden danach in einen Gläubigerausschuss gebeten. Dort werde das Unternehmen dann versteigert. Laut Mooseder soll der Verkauf bis April über die Bühne gehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.