Mode Weber will noch weitere Standorte eröffnen

Stefan Borkert
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Nachfolge Knapp zwei Jahre vor dem 100-Jahr-Jubiläum hat das St. Galler Modehaus Weber die Weichen für die Zukunft gestellt und die Nachfolge geregelt. Laut einem Communiqué übernimmt die Familie Erich und Inge Weber dazu die Firmenanteile von Urs und Florian Weber und schafft damit die Voraussetzung, dass mit ihren Junioren Lukas und Vera Weber dereinst die vierte Generation die Familientradition weiterführen kann.

Mode Weber beschäftigt 200 Angestellte und hat sieben Filialen in der Ostschweiz – in Mels, Rorschach, St. Gallen, St. Margrethen, Wattwil, Widnau und Wil. Dabei soll es nicht bleiben. Erich Weber sagt: «Ja, wir sind effektiv auf der Suche nach weiteren Standorten. Wir haben einige neue Ideen, die wir sehr gerne umsetzen würden. Wir sehen auf unseren Besuchen in verschiedenen Modemetropolen immer wieder sehr interessante Konzepte, die man sich sehr gut auch in der Ostschweiz vorstellen könnte.» Die Einführung neuer Ideen sei natürlich auch die Grundvoraussetzung, um weiterhin erfolgreich Geschäfte betreiben zu können, betont er und ergänzt: «Der Detailhandel steht vor grossen Herausforderungen. Es braucht neue Ideen und frischen Wind. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an.»

Lieber vor Ort top als mit einem Onlineshop

Zwar ist Mode Weber auf etlichen sozialen Medien präsent, aber ein Onlineshop fehlt noch. Weber sagt dazu: «Wir haben diese ­Option genau geprüft und sind der Meinung, dass wir unsere Sache vor Ort sehr gut machen müssen und hier mit einer top Beratung und sehr fein ausgesuchten Produkten überzeugen können. Das hebt uns ab.» Er ergänzt: «Wir befassen uns praktisch täglich mit neuen Möglichkeiten, neue Medien als Verkaufsunterstützung einzusetzen und nehmen die Entwicklungen rund ums Thema Online sehr ernst.»

Andere Modehäuser be­kunden Probleme mit Kundenschwund. Mode Weber bleibt davon nicht verschont. «Unsere Geschäfte kämpfen auch mit sinkenden Frequenzen. Wir denken aber, dass wir mit immer neuen Marken, Produkten und einem führenden Visual Merchandising, also der Darstellung und Präsentation des Angebotes im Laden, unseren Kunden das Einkaufserlebnis bieten können, das uns abhebt vom Onlinehandel und auch vom grenznahen Ausland.» Es sei wichtig, dass die Kunden inspiriert werden und bei jedem Besuch etwas Neues finden, sagt Erich Weber.

Stefan Borkert