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Mit Präzision an die Spitze

Die Berlinger-Gruppe in Ganterschwil gewinnt den Prix SVC Ostschweiz 2016. Der Ausbau der traditionsreichen Familienfirma zu einem im Weltmarkt nachhaltig erfolgreichen Unternehmen hat die Jury beeindruckt.
Thorsten Fischer
Den ersehnten Prix SVC Ostschweiz für das Unternehmen Berlinger erhalten: Daniel Schwyter-Berlinger und Andrea Berlinger Schwyter. (Bild: Mareycke Frehner)

Den ersehnten Prix SVC Ostschweiz für das Unternehmen Berlinger erhalten: Daniel Schwyter-Berlinger und Andrea Berlinger Schwyter. (Bild: Mareycke Frehner)

ST. GALLEN. Der Berlinger-Gruppe in Ganterschwil geht es so wie den anderen Firmen, die in den Vorjahren beim Prix SVC Ostschweiz gewonnen haben: «Jetzt stehen Sie endgültig im Zentrum der Aufmerksamkeit», sagte der Moderator des Abends, Marco Fritsche, zu Andrea Berlinger Schwyter und ihrem Mann Daniel Schwyter-Berlinger. Die beiden respektive ihr Unternehmen – es entwickelt Elektronik- und Softwareprodukte und international standardisierte Dopingkontrollsysteme – sind gestern in den Olma-Hallen vor über 1000 Gästen mit dem Prix SVC Ostschweiz 2016 ausgezeichnet worden.

Firmenchefin Andrea Berlinger Schwyter freute sich in ihrer Rede sichtlich über den Preis und die Laudatio der Jury. Mit Blick auf den Erfolg der Gruppe im Weltmarkt betonte sie aber umgehend: «Es ist immer eine grosse Teamleistung.»

In einem wachsenden Markt

Wenn irgendwo auf der Welt eine Dopingkontrolle durchgeführt wird oder wenn temperaturempfindliche Medikamente in entlegene Gegenden transportiert werden, dann sind dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit Produkte der Firma Berlinger im Einsatz.

Beeindruckt hatte die Jury, präsidiert von Thomas Zellweger, Direktor des Center for Family Business an der Universität St. Gallen, «ein innovatives Geschäftsmodell, das einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil in einem wachsenden Markt mit hoher Wertschöpfung bringt».

Das Interessante an Berlinger sei zudem, dass es das Unternehmen mit einer über 100jährigen Textiltradition geschafft habe, «sich aus eigener Kraft völlig neu zu erfinden». Der Erfolg auf dem Weltmarkt bringe eine hohe Wertschöpfung und Arbeitsplätze ins ländliche Toggenburg.

Der Anlass selber ist stets eine Achterbahnfahrt aus Feier, Spannung und Freude. Eine erste Bewährungsprobe war für die insgesamt sechs nominierten Firmen bereits der vorgängige Besuch der Jury im Unternehmen. «Die finale Preisverleihung hat jeweils eine lange Vorgeschichte», erinnerte deshalb Christoph Zeller, OK-Präsident und Regionalleiter Prix SVC. Vor rund einem Jahr waren aus einer breiten Liste von 150 möglichen Kandidaten die sechs Finalisten in einem intensiven Verfahren erkoren worden. Zur Auswahl standen Firmen aus beiden Appenzells, Glarus, Graubünden, St. Gallen und dem Thurgau. «Alle sechs Nominierten sind Sieger», sagte Zeller gestern abend, und erklärte auch, weshalb: «Es braucht viel, die Jury-Runden zu überstehen.» Neben Berlinger waren die Adcubum AG (St. Gallen), Compass Security Network Computing AG (Rapperswil-Jona), Hotel Waldhaus Sils (Sils-Maria), Treff AG (Degersheim) und Wyon AG (Appenzell Steinegg) nominiert.

Spannung und Entspannung

In der mehrstufigen Preisvergabe gestern abend stellte sich für die Unternehmen immer wieder die Frage, ob sie es denn auf das nächste Treppchen geschafft hätten. Dass sich die Anspannung immer wieder mal lösen konnte, lag nebst den humorvollen Zwischenbemerkungen von Moderator Fritsche auch an den Filmporträts, die das Wirken der Unternehmen pointiert zusammenfassten. Auf Platz zwei kam die Adcubum AG: Dieses Unternehmen sei ein «Hidden Champion», ein Marktführer im Hintergrund, in der Schweizer IT-Landschaft, hielt die Jury fest. Das Unternehmen sei auf dem Sprung zum wirklich internationalen Anbieter, und verkörpere im besten Sinne den IT-Cluster Ostschweiz. Adcubum beeindrucke durch effiziente Entwicklungsprozesse und eine kreative, unternehmerische Kultur. Seit 2008 hat das Unternehmen mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen.

Auf den dritten Platz setzte die Jury die Wyon AG Swiss Batteries (Appenzell Steinegg). Sie sei weltweit führend in der Technologie von Klein- und Kleinstgrössen von aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien. Mit weiteren Preisen bedacht wurden auch die Compass Security, das Hotel Waldhaus und die Treff AG. Die Skulptur, die das Unternehmen Berlinger als Sieger des Prix SVC erhielt, erregte auch diesmal bei der Übergabe Aufmerksamkeit: Wird die Trophäe angehoben, bewegt sich die darin enthaltene Kugel. Das ist aber gewollt. Laut SVC steht sie symbolisch für das unternehmerische Denken des Swiss Venture Club.

Der Erfolg von KMU basiere auf einem soliden Fundament – in der Skulptur durch Sandstein verkörpert. Es brauche aber auch Interaktion mit Märkten – in der Skulptur verkörpert durch die rote, instabile Kugel. Erfolg sei kein Weg auf Schienen; darum sei die Kugel nicht auf dem Stein fixiert. Geschick und Geduld seien gefragt, um die Kugel zum Erfolg, in den Mittelpunkt, zu bringen.

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