Mit Kühlschränken an die Börse: V-Zug mit einem Thurgauer Standort dürfte dem Publikum geöffnet werden

Die Metall-Zug-Gruppe erwägt einen Börsengang ihrer Sparte Haushaltgeräte. Das beträfe auch die V-Zug Kühltechnik AG in Arbon, die bald einmal nach Sulgen zügelt.

Thomas Griesser Kym
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Einzelteile eines Kühlschranks der V-Zug Kühltechnik AG. (Bild: Benjamin Manser (Arbon, 18. Juli 2017))

Einzelteile eines Kühlschranks der V-Zug Kühltechnik AG. (Bild: Benjamin Manser (Arbon, 18. Juli 2017))

Die Industriegruppe Metall Zug will einzelne Geschäfte ausgliedern. Als erstes könnte die Sparte der Haushaltgeräte, V-Zug, an die Börse gebracht werden. Ein solcher Schritt sei aber frühestens im zweiten Quartal 2020 zu erwarten. Wenn es denn so weit ist, wolle Metall Zug zusammen mit der Familie Buhofer voraussichtlich eine Mehrheit der Aktien im Publikum platzieren, selber aber weiter eine substanzielle Beteiligung halten, sagt Verwaltungsratspräsident Heinz Buhofer.

Teil von V-Zug ist auch die V-Zug Kühltechnik AG in Arbon, die Kühlschränke herstellt. Das Unternehmen wurde vor sechs Jahren von Metall Zug übernommen. Verkäuferin der damaligen Forster Kühltechnik AG war die AFG Arbonia-Forster-Holding (heute Arbonia). Mit der Übernahme rettete Metall Zug damals 100 Arbeitsplätze in Arbon. Mittlerweile ist die Zahl der Mitarbeitenden auf 150 gestiegen.

V-Zug will die Mitarbeitenden behalten

Vor drei Monaten setzte V-Zug in Sulgen den Spatenstich für einen Neubau. Dieser soll nächstes Jahr fertiggestellt werden, anschliessend wird die V-Zug Kühltechnik an den neuen Standort übersiedeln. Weil die Distanz zu Arbon lediglich 20 Kilometer beträgt, rechnet V-Zug damit, dass praktisch alle Angestellten ihrem Arbeitsplatz folgen werden. Im neuen Werk wird die V-Zug Kühltechnik über eine grössere Produktionskapazität verfügen und produktiver arbeiten können.

Mit der letztjährigen Entwicklung der ganzen V-Zug, die neben Kühlschränken auch Backöfen, Herde, Steamer, Mikro­wellen, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Wäschetrockner herstellt, zeigt sich Buhofer nicht zufrieden. Die Einführung einer SAP-Software harzte, weshalb Kunden nicht zufriedenstellend bedient werden konnten. Der Umsatz stieg lediglich um 1 Prozent auf 594 Millionen Franken, was dem halben Umsatz der Metall-Zug-Gruppe entspricht. Die operative Marge der V-Zug sank von 10,4 auf 8,3 Prozent.