Mit Handy wird kaum bezahlt

Drucken
Teilen

ZahlungsmittelIn der Schweiz haben fast alle Personen ein Smartphone, doch als Zahlungsmittel werden Handys bislang kaum genutzt. Nur 8% der Bevölkerung können sich einen Alltag ohne Twint und Apple Pay nicht vorstellen. Das ergab eine gestern veröffentlichte Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Moneyland. Dabei zeigte sich, dass ­Romands Mobile-Zahlungen gegenüber aufgeschlossener sind als Deutschschweizer. Weiter hängen Frauen stärker am Bargeld und halten von Mobile-­Zahlungen noch weniger als Männer.

Auch sind die Städter gegenüber Mobile-Zahlungen wesentlich aufgeschlossener als die Landbevölkerung. Am offensten sind junge Konsumenten zwischen 19 und 25 Jahren. Für Konsumenten zwischen 50 und 74 Jahren hingegen sind Mobile-Payment-Lösungen praktisch unbedeutend.

Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz begründet das schwache Abschneiden von Twint und Apple Pay wie folgt: «Mobile-Zahlungen bieten gegenüber Kontaktlos-Zahlungen mit der Karte einfach noch zu wenig Vorteile.» Dabei sei Apple Pay für Schweizer Konsumenten bislang noch gleich «unwichtig» wie die von einer Reihe von Schweizer Finanzinstituten angebotene Twint-App.

Bargeld ist noch immer unangefochten an der Spitze

Wenig überraschend bleibt Bargeld als Zahlungsmittel Trumpf: 85% der Schweizerinnen und Schweizer können nicht darauf verzichten. An zweiter Stelle liegen Kreditkarten mit 75%, gefolgt von Debitkarten wie Maestro- und V-Pay-Karten mit 60% und der Postfinance Card mit 39%. Nur 7% der Befragten gaben an, keine Kreditkarte zu besitzen. Schweizer setzten Kreditkarten besonders im Internet gerne ein. 64% gaben an, im Internet immer oder meistens mit der Kreditkarte zu zahlen.

Für die Umfrage befragte das Marktforschungsunternehmen GFK im Auftrag von Moneyland rund 1500 Personen in allen Landesteilen. (sda)