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Mit der Stoppuhr in der Produktion

TÄGERWILEN. Um den Lagerwert der homöopathischen Heilmittel der Regena AG am neuen Standort in Tägerwilen zu berechnen, ermittelte ein Team von Studierenden der FHS St. Gallen die tatsächlichen Herstellkosten. Ihre Arbeit ist für den WTT Young Leader Award nominiert.
Christian Jauslin
Das Team der Studierenden der FHS St. Gallen hat für die Regena ein Werkzeug entwickelt, das bereits im Einsatz ist. (Bild: pd)

Das Team der Studierenden der FHS St. Gallen hat für die Regena ein Werkzeug entwickelt, das bereits im Einsatz ist. (Bild: pd)

Die Rechnungslegungsvorschriften definieren, zu welchen Werten der Lagerbestand gegenüber den Steuern ausgewiesen werden muss. Das Gesetz sieht dabei vor, dass die Herstellungskosten relevant sind. Die Regena AG in Tägerwilen, eine Herstellerin von homöopathischen Heilmitteln, gab einem Team von Studierenden der Fachhochschule St. Gallen (FHS) den Auftrag, die Herstellkosten zu ermitteln, um dem Steueramt aufgrund ihres neuen Standortes präzise Zahlen angeben zu können.

Trockenes Thema

«Das ist in erster Linie ein trockenes Buchhaltungsthema», so Professor Marcus Hauser, FHS-Projektcoach. «Was das Projekt aber besonders wertvoll für die Studierenden machte, war die unmittelbare Anwendung der gelernten Theorie eines Kostenrechnungsmodells an einem praktischen Beispiel.» Ihre Arbeit ist für den WTT Young Leader Award in der Kategorie Managementkonzeptionen nominiert. Die Herstellung von homöopathischen Heilmitteln kann je nach Produkt sehr komplex sein. Diese Komplexität erschwert die Ermittlung der Herstellkosten: «Unsere bisherigen Berechnungen und Schätzungen wollten wir präzisieren», erklärt Manfred Scheuerle, Technischer Betriebsleiter der Regena AG, den Auftrag an die Studierenden der FHS St. Gallen. Um die Herstellungskosten der unterschiedlichen homöopathischen Heilmittel zu ermitteln, nahm das Projektteam, bestehend aus Projektleiter Michael Kast aus Widnau, Isabelle Kornmaier aus Müllheim Dorf, Marina Juenger aus Gossau und Jonathan Homburger aus Egnach, an Prozesstagen am Fabrikationsstandort teil. «Wir beobachteten an zwei Tagen mit Stoppuhren den gesamten Herstellungsprozess eines Produktes, befragten Mitarbeitende und führten ein Chargenprotokoll», beschreibt Michael Kast einen Teil der durchgeführten Schritte zur Ermittlung der Herstellkosten. «Wir mussten hinter die Zahlen der Buchhaltung schauen, um die Betriebsabläufe zu verstehen und zu analysieren.»

Produktionsprozesse abgebildet

Alle Prozessschritte wurden genau registriert, die verschiedenen Kostenarten sowie der gesamte Aufwand verursachergerecht festgehalten, anhand des entwickelten Kostenschlüssels verteilt und auf einer Prozesslandschaftskarte dargestellt. «Die Arbeit der Studierenden ermöglicht uns, die Herstellkosten gemäss Rechnungslegungsvorschrift zu ermitteln, und wir haben unser Lager bereits neu bewertet», so Manfred Scheuerle. Die Prozesslandschaftskarte wurde in einem Excel-Tool abgebildet. Das mitgelieferte Handbuch ermöglicht einerseits die Ergänzung von neuen Produkten und andererseits eine einfache Pflege des Tools. Selbst neue Prozessschritte können einfach im Tool ergänzt werden. Das Tool wird bereits eingesetzt.

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