BÄCKEREI
Mit Bio-Brot auf Erfolgskurs: «Gutes Brot braucht Zeit»

Mit der Bio-Brot-Linie unter dem Namen «Irma-Brot» ist die Ostschweizer Lichtensteiger AG erfolgreich unterwegs.

Martin Sinzig
Drucken
Eva Ehrat von Adlatus Ostschweiz und Urs Lichtensteiger.

Eva Ehrat von Adlatus Ostschweiz und Urs Lichtensteiger.

Bild: PD

Die Kunden gewichten die regionale Herkunft der Nahrungsmittel immer stärker. Das stimmt, gerade in städtischen Gebieten, weiss Urs Lichtensteiger, Inhaber und Geschäftsführer der Lichtensteiger AG mit Sitz in St. Gallen. Deshalb will die «Genussbäckerei» gerade mit Bio-Broten punkten.

Die 2019 lancierte Biolinie «Irma-Brot» umfasst ursprüngliche Rezepturen, vom Urdinkel- bis zum Ruchbrot, vom Mandelgipfel bis zum Brownie. Eine Verbeugung vor Grossmutter Irma und eine Verpflichtung gegenüber dem Berufsethos von vier Bäcker-Generationen, betont Lichtensteiger. «Wir wenden traditionelle Handwerksmethoden an und lassen den Teig 24 Stunden ruhen, denn gutes Brot braucht Zeit.»

Irma-Linie hat sich verdoppelt

Mittlerweile gibt es die Irma-Brote nicht nur in den eigenen Filialen, sondern auch in Reformhäusern und im Bio-Online-Handel. Die Umsätze haben sich seit dem Start vor zweieinhalb Jahren fast verdoppelt. «Das Irma-Brot ist in unserem Unternehmen angekommen und hat einen Platz als starke Marke gefunden», bilanziert der 48-jährige. Mit der Bio-Linie habe sich die Genussbäckerei gut für die Zukunft positioniert, sagt Lichtensteiger. Unterstützt wurde das mittelständische Unternehmen durch Adlatus Ostschweiz, ein Netzwerk von ehemaligen erfahrenen Führungsleuten und Unternehmern.

«Mit dem besten Produkt arbeiten»

Ohne die Berater von Adlatus Ostschweiz wäre es nicht möglich gewesen, das Vorhaben so rasch zu realisieren. «Es war eine Chance für uns als KMU, auf diese Unterstützung zählen zu dürfen», lobt der Bäckereiunternehmer. Inzwischen seien Überlegungen im Gang, die Erfahrungen mit dem Irma-Brot auch im konventionellen Brotsegment anzuwenden, vor allem was die Kundenansprache betrifft. Eines ist für den Unternehmer klar: «Ich darf mit dem schönsten und besten Produkt der Welt arbeiten und dabei ein Unternehmen entwickeln», schwärmt Lichtensteiger.

Auf neun Filialen erweitert

Die Genussbäckerei hat ihre Ursprünge im Jahr 1912, als die Urgrosseltern von Urs Lichtensteiger in Zuzwil eine Bäckerei eröffneten. In den letzten Jahren hat das Unternehmen expandiert und beschäftigt mittlerweile 85 Mitarbeitende in neun Filialen.

Aktuelle Nachrichten