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Mit 100 Franken zum Erfolg

Die St. Galler Kantonalbank hat im ersten Semester 2017 ihren Konzerngewinn um fast 9 Prozent steigern können. Neue Anlagefonds entwickeln sich zum Erfolgsmodell.
Stefan Borkert
SGKB-Chef Roland Ledergerber verkündet einen Anstieg des Gewinns und auch ein markantes Plus bei den verwalteten Vermögen. (Bild: Michel Canonica)

SGKB-Chef Roland Ledergerber verkündet einen Anstieg des Gewinns und auch ein markantes Plus bei den verwalteten Vermögen. (Bild: Michel Canonica)

Stefan Borkert

Das Ende des Sparbuchs ist nicht in Sicht. Aber in Zeiten von Niedrig- und Negativzinsen bekommt es gehörig Konkurrenz. Das Sparbuch hat nach wie vor seine Berechtigung, ist Thomas Stucki, ­Anlagechef der St. Galler Kantonalbank (SGKB), überzeugt. Und schliesslich werden sich die Zinsen auch wieder nach oben bewegen. Auch davon ist Stucki überzeugt. Bleibt die Frage wann. Bis dahin entwickelt die Bank verschiedene neue Anlagemöglichkeiten. «Die Bedürfnisse der Kunden haben sich geändert. Dem müssen wir Rechnung tragen», sagt Stucki.

145 Millionen in drei Monaten

Eines der neuen Produkte hat sich bereits zu einem Renner entwickelt. Seit Ende März ist eine Anlagemöglichkeit im Angebot, die schon mit einem Minimalbetrag von 100 Franken möglich ist. «Behandelt werden die Anleger gleich, wie wenn sie mit 500000 oder einer Million Franken kommen», betont Stucki. Dieser Fonds mit geringem Aktienkapital hat bereits ein Volumen in Höhe von 145 Millionen Franken erreicht. «Ein sehr gutes Ergebnis», kommentiert ­Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung der SGKB. Die selben Worte hat Verwaltungsratspräsident Thomas Gutzwiller für das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2017 parat. Der Reingewinn ist schliesslich um fast 9 Prozent gestiegen und liegt nun bei 80,5 Millionen Franken. Hauptthemen, die die SGKB weiter begleiten, seien die Regulierungsdichte. Dann die Digitalisierung, die Chancen biete, aber auch eine Herausforderung sei, der sich die Banken stellen müssten, und auch das ökonomische, politische und strukturelle Umfeld, in dem sich die Banken bewegen. Wachstumschancen sieht Gutzwiller in der Steigerung des Anlagekapitals, der Steigerung der Produktivität sowie der Optimierung der Prozesse und in einem vernünftigen Risikomanagement.

Diese Strategie zeigt Wirkung. Bankchef Ledergerber hat neben der Gewinnsteigerung von 8,9 Prozent weitere positive Zahlen parat. So stiegen die verwalteten Vermögen um 2,1 Milliarden Franken oder 5,5 Prozent. Der Betriebsertrag liegt um 4,3 Millionen Franken oder 2 Prozent über dem Ergebnis im ersten Halbjahr 2016. «Grundlage für diese Entwicklung sind das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das Handelsgeschäft», sagt Ledergerber.

Im Zinsengeschäft wartet man auch in St. Gallen auf die Wende. Der Bruttoerfolg sei trotz des anhaltend schwierigen Tiefzinsumfeldes auf dem guten Vorjahresniveau gehalten worden. Dennoch musste eine leichte Einbusse hingenommen werden. Ledergerber erklärte, dass im Vorjahr zu Gunsten des Zinserfolgs ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen in der Höhe von 1,9 Millionen Franken aufgelöst wurden. Weil im ersten Halbjahr 2017 eine geringfügige Neubildung von 800000 Franken erfolgte, habe sich der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft um 3 Millionen Franken oder 2 Prozent verringert. Höhere Umsätze und die gute Marktentwicklung seien die wesentlichen Treiber für die positive Steigerung des Erfolgs aus dem Handelsgeschäft um 5 Millionen Franken oder 38,5 Prozent. Auf der Ausgabenseite ist man stabil geblieben. Ledergerber: «Sowohl der Personalaufwand als auch der Sachaufwand liegen im ersten Semester 2017 auf dem Vorjahresniveau.»

Kreditgeschäft tritt fast auf der Stelle

Auch das Kreditportfolio zeige sich unverändert in einem ausgezeichneten Zustand. Allerdings wies Ledergerber daraufhin, dass sich hier das Wachstum merklich verlangsame. Die konjunkturelle Entwicklung sei gut und die Bau­tätigkeit habe nach wie vor positive ­Zahlen, aber das Wachstum im Kreditgeschäft verlangsame sich deutlich. Tatsächlich tritt das Geschäft mit einer Zunahme von 0,3 Milliarden Franken, was einer Steigerung von 1,5 Prozent entspricht, fast auf der Stelle, nimmt man noch die 4,2 Prozent oder 0,1 Milliarden Franken Rückgang im kommerziellen Kreditgeschäft hinzu. Insgesamt sind die Kundenausleihungen im ersten Halbjahr 2017 somit um 1 Prozent oder 0,2 Milliarden Franken gestiegen.

Für das Gesamtjahr könne er die Prognose leicht nach oben korrigieren, sagte Ledergeber. Er erwartet somit Ende Jahr einen Konzerngewinn, der über den 146 Millionen Franken von 2016 liegt.

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