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MILLIONENAUFTRAG: Stadler fertigt Züge für Slowenien

200 Millionen Franken schwer ist ein Auftrag, den der Schienenfahrzugbauer von den slowenischen Staatsbahnen erhalten hat. Und Stadler baut einen Standort in Ungarn aus.
Thomas Griesser Kym
Der Auftrag teilt sich in 10 dreiteilige elektrische Doppelstöcker des Typs Kiss, 10 vierteilige Triebzüge des Typs Flirt und fünf mehrteilige dieselbetriebene Züge. (Bild: PD)

Der Auftrag teilt sich in 10 dreiteilige elektrische Doppelstöcker des Typs Kiss, 10 vierteilige Triebzüge des Typs Flirt und fünf mehrteilige dieselbetriebene Züge. (Bild: PD)

Der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler hat aus Slowenien einen Auftrag im Wert von 169 Millionen Euro (200 Millionen Franken) erhalten. Dafür liefert Stadler den Slowenischen Staatsbahnen Slovenske železnice (SŽ) 25 Triebzüge. Der Auftrag teilt sich in 10 dreiteilige elektrische Doppelstöcker des Typs Kiss, 10 vierteilige Triebzüge des Typs Flirt und fünf mehrteilige dieselbetriebene Züge. Die Unterzeichnung des Auftrags bedarf noch der Genehmigung der slowenischen Staatsholding, der die SZ untersteht.

Laut den Angaben aus Slowenien war Stadler der einzige Bieter in der Ausschreibung. Die neuen Züge sollen altes Rollmaterial ersetzen und einen Beitrag dazu leisten, dass die SŽ ein prognostiziertes Wachstum der Passagierzahlen von 30 Prozent auf 20 Millionen pro Jahr bis 2023 bewältigen können. Läuft alles nach Plan, sollen die ersten Züge Mitte 2020 geliefert werden. Weil Altenrhein Stadlers Kompetenzzentrum für Doppelstöcker ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Kiss am St.Galler Standort gefertigt werden. Die Flirts wiederum könnten im Thurgauer Werk am Hauptsitz In Bussnang gebaut werden, die Drehgestelle steuert das Stadler-Werk Winterthur bei.

Apropos Drehgestelle: In Ungarn will Stadler 30 Millionen Euro investieren, um die Kapazität seines Kompetenzzentrums zur Revision von Drehgestellen zu verdoppeln. Künftig soll das Werk in Szolnok 500 statt wie bisher 250 Drehgestelle revidieren können. Der Ausbau erfolgt in zwei Phasen: In einem ersten Schritt werden bis im dritten Quartal 8000 Quadratmeter an Revisions- und Büroflächen erstellt. Der zweite Schritt enthält eine 20000 Quadratmeter (entspricht fast drei Fussballfeldern) grosse Lagerhalle, die sowohl für das Drehgestellzentrum als auch für Stadlers Wagenkastenfabrik in Szolnok genutzt wird. Das Kompetenzzentrum für Drehgestelle wurde 2013 in Betrieb genommen und hat seither über 1000 Drehgestelle revidiert und die Montage neuer Drehgestelle unterstützt.

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