MILCHVERARBEITER: Emmi wächst international besser als zu Hause

Emmi spürt vermehrt Druck im Schweizer Markt, kann aber im Ausland punkten.

Drucken
Teilen

Der Milchverarbeiter Emmi ist letztes Jahr nur leicht gewachsen. Ohne Zukäufe und das gute Abschneiden in der Division Americas hätte es gar ein Minus abgesetzt. Besonders schwach schnitt der Heimmarkt Schweiz ab. Hemmende Faktoren seien der Einkaufstourismus, höhere Importe in der Schweiz und die international tiefen Milchpreise gewesen, schreibt Emmi.

Mit 1,74 Mrd. Fr. lag der Umsatz im Heimmarkt um 2,9% unter Vorjahr, aber im Rahmen der Erwartungen. Preisnachlässe belasteten das Ergebnis mit 1,3%. Der Import- und Preisdruck machte sich bei Emmi vor allem in den Segmenten Käse und Frischkäse bemerkbar. Wachsen konnte der Milchverarbeiter dagegen mit Markenprodukten wie Caffè Latte, Kaltbach und proteinreichem Joghurt. Auf Konzernebene betrug der Umsatz 3,26 Mrd. Fr. (+1,4%). Zukäufe beeinflussten den Umsatz mit 2,3% und Währungseffekte mit 0,1% positiv. Organisch schrumpfte der Konzern folglich um 1%.

Die Internationalisierung des Geschäfts ging auch 2016 weiter. Der Umsatzanteil, den Emmi in der Schweiz erzielte, sank von 56% im Vorjahr auf noch 53%. Neben dem rückläufigen Heimmarkt waren dafür auch eine Reihe von Übernahmen und Beteiligungserhöhungen in den USA, Kanada, Chile und den Niederlanden verantwortlich. (sda)