Metallindustrie
SFS wächst kräftig – Lieferengpässe und Nachfrage genutzt

Letztes Jahr war das Marktumfeld auch in der Metallindustrie schwierig. Die Heerbrugger SFS hat von ihrer guten Lieferfähigkeit profitiert und steigerte den Umsatz um 11 Prozent auf 1,9 Millionen Franken.

Stefan Borkert
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Der SFS-Konzern hat letztes Jahr seinen Umsatz deutlich steigern können.

Der SFS-Konzern hat letztes Jahr seinen Umsatz deutlich steigern können.

Kurt Later

Die Heerbrugger SFS manövriert mit positivem Geschäftsgang durch die Krise. In einem Communiqué schreibt der Hightech-Konzern, dass im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 letztes Jahr eine Umsatzsteigerung von 11 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Franken resultierte. Allerdings sei der Umsatz im zweiten Halbjahr um 2,3 Prozent tiefer gewesen als im ersten Semester. Dennoch sei der Umsatz im zweiten Halbjahr leicht über dem Niveau der Vorjahresperiode gelegen. Damit liege der Umsatz wieder über dem Niveau vor der Pandemie. 2019 sind rund 1,8 Milliarden Franken erwirtschaftet worden.

Die einzelnen Regionen entwickelten sich laut Mitteilung durch die Bank positiv. In Europa sei aufgrund der Dynamik in der Automobil- und Bauindustrie mit 18,6 Prozent das grösste Wachstum verzeichnet worden. Die übrigen Regionen wuchsen je zwischen 6,7 und 7 Prozent.

Die SFS Group Heerbrugg stellt Präzisionsteile unter anderem für die Automobilindustrie her.

Die SFS Group Heerbrugg stellt Präzisionsteile unter anderem für die Automobilindustrie her.

PD

In der Mitteilung schreibt SFS weiter, dass 2021 geprägt war von einer kräftigen Marktnachfrage, Engpässen in den Lieferketten sowie den weiterhin andauernden Auswirkungen der Pandemie. SFS habe dank zeitweiser Anpassungen der Kapazität schnell auf die Erholung der Nachfrage reagieren können.

Marktanteile hinzugewonnen

Die von teils starken Nachholeffekten geprägte Nachfrage im ersten Semester, an der alle drei Segmente partizipiert hätten, sei im Verlauf des Jahres zunehmend durch Engpässe in den Lieferketten beeinträchtigt gewesen. Dank guter Lieferfähigkeit sei es einzelnen Divisionen im Konzern gelungen, Marktanteile zu gewinnen.

Die genauen Gewinnzahlen sind noch nicht bekanntgegeben worden. Aber das Unternehmen schreibt, dass es eine Steigerung beim Betriebsergebnis in Höhe von gegen 16 Prozent erwarte im Vergleich 2020 mit 13,3 Prozent. Der Geschäftsbericht wird Anfang März publiziert.

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