Metall Zug restrukturiert ihre Thurgauer Standorte

ARBON/SULGEN. Der Industriekonzern Metall Zug mit zwei Standorten im Thurgau hat vergangenes Jahr den Umsatz mit 928 Mio. Fr. in etwa stabil halten können und das Betriebsergebnis von 75 Mio. auf 80,5 Mio. Fr. gesteigert.

Thomas Griesser Kym
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ARBON/SULGEN. Der Industriekonzern Metall Zug mit zwei Standorten im Thurgau hat vergangenes Jahr den Umsatz mit 928 Mio. Fr. in etwa stabil halten können und das Betriebsergebnis von 75 Mio. auf 80,5 Mio. Fr. gesteigert. Geholfen haben dabei unter anderem Mehrarbeit, für welche die Belegschaft einen Bonus erhalte, sowie Restrukturierungen. Als Folge der Frankenstärke fiel allerdings der Reingewinn um gut ein Drittel auf 57 Mio. Franken. Dies, weil das Finanzergebnis von +26 Mio. Fr. im Vorjahr in einen Verlust von gut 8 Mio. Fr. drehte. Metall Zug erklärt das mit Währungsverlusten, einer schlechteren Performance der Wertschriftenanlagen und Neubewertungen von Finanzanlagen.

In den Standort Arbon investiert

Wie haben sich die beiden Thurgauer Standorte entwickelt? In Arbon gehört zur Gruppe die V-Zug Kühltechnik AG. Das Unternehmen firmierte früher als Forster Kühltechnik AG und wurde vor drei Jahren von der AFG Arbonia-Forster an Metall Zug verkauft. Damals beschäftigte das Arboner Unternehmen 105 Mitarbeitende, mittlerweile sind es 135, wie Thomas Lötscher sagt. Der Metall-Zug-Sprecher sagt auch, damals, bei der Übernahme, sei V-Zug als Forster-Kunde mit der Qualität der Kühlschränke «nicht zufrieden» gewesen. Seither arbeite man kontinuierlich an der Produkteentwicklung und der Modernisierung der Anlagen. Mit Erfolg: So ist in Arbon eine vollautomatische Türfertigungsanlage in Betrieb gegangen. Diese reduziere die Kosten, mache die Prozesse sicherer, optimiere den Materialfluss und reduziere den Lagerbedarf. Neue Kühlgeräte der Energieeffizienzklasse A+++ seien erfolgreich eingeführt worden, was den Umsatz wesentlich erhöht habe. «Die V-Zug Kühltechnik ist heute viel effizienter und produktiver», sagt Lötscher.

Sulgen gibt an Slowenien ab

In Sulgen gehört zu Metall Zug die Belimed Sauter AG. Anfang 2015 wurde bekannt, dass die Fabrik zum reinen Montagebetrieb für das Geschäftsfeld Life Sciences (Pharma) wird und die Montage von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten für das Geschäftsfeld Medical (Spitäler, Labors) nach Slowenien verlagert wird. Damals hiess es, von den 300 Stellen in Sulgen dürften drei Dutzend verlorengehen. Mittlerweile hat Belimed Sauter noch rund 260 Beschäftigte. Die Verlagerung der Sterilisatoren nach Slowenien soll «bis Ende Jahr» bewerkstelligt werden. Laut Lötscher dürften «zehn bis zwanzig Stellen wegfallen», wobei es aber nicht so viele Kündigungen geben dürfte. Beim bis dato letzten Abbau seien zwölf Stellen abgebaut worden, wobei es zu zwei Entlassungen gekommen sei.