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Meier Tobler schliesst Keramikland und baut 46 Stellen ab

Die angeschlagene Meier Tobler-Gruppe schliesst ihr Verlustgeschäft Keramikland. Betroffen davon sind 46 Arbeitsplätze an den Standorten in Huttwil, Cham, Chur und Zürich.
Die 2018 aus der Walter Meier AG und der Tobler Haustechnik hervorgegangene Meier Tobler schliesst das Keramikland. (Bild: KEYSTONE/WALTER MEIER AG/STR)

Die 2018 aus der Walter Meier AG und der Tobler Haustechnik hervorgegangene Meier Tobler schliesst das Keramikland. (Bild: KEYSTONE/WALTER MEIER AG/STR)

(sda/mim)

Meier Tobler will sich auf das Kerngeschäft mit technischer Gebäudeausrüstung konzentrieren, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab. Betroffen sind insgesamt 46 Jobs: 27 in Huttwil, 14 in Cham, drei in Chur und zwei in Zürich.

Das Geschäft mit Badezimmerausstattung liefere seit einiger Zeit rote Zahlen, hiess es. Ein Konsultationsverfahren mit den Personalvertretern sei eröffnet worden. Der Stellenabbau solle möglichst sozialverträglich erfolgen.

Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern würden vollumfänglich erfüllt. Sämtliche laufenden Aufträge würden wie vereinbart ausgeführt.

Die Schliessung koste einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. Ab 2019 werde sich der Schritt positiv auf das Resultat von Meier Tobler auswirken, schrieb das Unternehmen: «Zusätzlich kann ein Verkauf der von Keramikland genutzten Immobilien die Fremdfinanzierung um über 10 Millionen reduzieren.»

Überdies gab Meier Tobler eine Gewinnwarnung heraus: Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen mit Hauptsitz in Nebikon einen Umsatzrückgang zwischen 4,5 und 6 Prozent und einen EBITDA zwischen 25 und 28 Millionen Franken. «Falls die Umsatzentwicklung wie angestrebt stabilisiert werden kann, wird Meier Tobler das Resultat im 2019 dank Synergien und Kostensenkungen deutlich steigern können», hiess es weiter.

Probleme unterschätzt

Seit dem Zusammenschluss der Firmen Walter Meier und Tobler im Jahr 2017 kämpft die neu formierte Gesellschaft mit verschiedenen betrieblichen Problemen. Die Dividende wurde gestrichen. In den ersten neun Monaten nahm der Umsatz um rund 5,5 Prozent ab, nach einem Minus von 4 Prozent im ersten Halbjahr. Meier Tobler leidet nicht nur unter rückläufigen Umsätzen, sondern auch unter Preisdruck und hat im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben.

Im August lancierte Meier Tobler ein Massnahmenpaket, um gegen den Umsatzrückgang und den Margenverlust anzukämpfen. Überdies verliessen der Finanz- und der Vertriebschef das Unternehmen.

Meier Tobler-Chef Martin Kaufmann hatte sich damals angesichts der vielfältigen Schwierigkeiten selbstkritisch gezeigt: «Wir haben zum Teil die Probleme spät erkannt», sagte er im August. Die Unternehmensführung habe sowohl im Vertrieb wie im Servicegeschäft die Anlaufschwierigkeiten nach dem Zusammenschluss der zwei Firmen unterschätzt. «Der Bereitschaftsgrad bei der Kundenbetreuung war ungenügend.»

Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 will Meier Tobler am 21. Februar veröffentlichen.

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