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Mehr Lohn für Armin Walpen

Der Generaldirektor der SRG SSR idée suisse, Armin Walpen, hat im vergangenen Jahr 549 000 Franken verdient – 9000 Franken mehr als noch im Vorjahr.

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Armin Walpen

Armin Walpen

Keystone

Oliver Baumann

Wird der italienischsprachige Zweitkanal RSI La 2 gestrichen? Oder werden die Regionaljournale von Schweizer Radio DRS zurückgefahren? Seit die SRG vor ein paar Wochen einen Verlust von beinahe 80 Millionen Franken bekannt gegeben und in diesem Zusammenhang ein Sparprogramm angekündigt hat, geistern die wildesten Spekulationen durch die Medien.

Nur: In der Führungsriege der SRG SSR idée suisse scheint die Krise bislang noch nicht angekommen zu sein. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, hat sich Generaldirektor Armin Walpen im vergangenen Jahr seine Leistungen mit 549 000 Franken vergüten lassen. Das sind 9000 Franken mehr als 2007. Gegenüber 2006 beträgt die Steigerung gar 15 000 Franken. Walpens Salär setzt sich aus einem Grundgehalt von 398 000 Franken (plus 8000 gegenüber 2007), Nebenleistungen (Spesen, Repräsentationspauschalen etc.) von 53 000 Franken (plus 1000 Franken) und einem Leistungsanteil, also einer Art Bonus, von 98 000 Franken (keine Veränderung) zusammen.

Auch die übrigen neun Mitglieder der SRG-Geschäftleitung - Walpens Stellvertreter Daniel Eckmann, Finanzchef Daniel Jorio sowie die sieben Direktoren der Unternehmenseinheiten (SF, SR DRS etc.) - haben (noch) keinen Grund zur Klage: Sie wurden 2008 mit insgesamt 3,363 Millionen Franken entschädigt. Gegenüber 2007 stieg die Lohnsumme demnach um rund 200 000 Franken. Ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr ist jedoch nur bedingt möglich, da CFO Daniel Jorio erst seit dem 1. Juli 2007 Mitglied der SRG-Geschäftsleitung ist und deshalb erst 2008 voll entschädigt wurde.

Die Löhne der einzelnen Geschäftsleitungsmitglieder gibt die SRG nicht bekannt. Rein rechnerisch ergibt sich ein Durchschnittslohn von rund 374 000 Franken pro Person. Auch die Honorare, Leistungsanteile und Nebenleistungen für die acht Mitglieder des Verwaltungsrates der SRG (nationale und regionale Mandate konsolidiert) sind leicht gestiegen.

2008 kassierte die Oberleitung der Gesellschaft 514 000 Franken ein. 2007 waren es noch 496 000 Franken. Einzig Verwaltungsratspräsident Jean-Bernard Münch hat nicht profitieren können. Er verdiente mit seinem Mandat im vergangenen Jahr 147 000 Franken (135 000 Franken Honorar, 12 000 Franken Nebenleistungen) - und damit genau gleich viel wie im Vorjahr.

Wie aus dem SRG-Geschäftsbericht weiter hervorgeht, stieg die Lohnsumme des Medienunternehmens von rund 505 Millionen Franken auf 520 Millionen Franken. Ein Vollzeit-Mitarbeiter verdiente im Jahr 2008 durchschnittlich 106 850 Franken - 300 Franken mehr als im Vorjahr. Die SRG beschäftigte 2008 6164 Personen Die Zunahme von 188 Personen gegenüber 2007 erklärt die SRG mit der Integration von Mitarbeitern der Tochter Swiss TXT ins Unternehmen und der Übernahme von externem Mitarbeitenden in den Personalbestand.

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