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UBS erzielt mehr Gewinn als erwartet

Die grösste Schweizer Bank übertraf im zweiten Quartal die Erwartungen der Marktbeobachter. Sie verdiente in allen wichtigen Geschäftsbereichen deutlich mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
Rainer Rickenbach
Die UBS startet mit Schwung ins Geschäftsjahr 2018. (Bild: Philipp Schmidli (Zürich, 6. Februar 2018))

Die UBS startet mit Schwung ins Geschäftsjahr 2018. (Bild: Philipp Schmidli (Zürich, 6. Februar 2018))

Überdurchschnittlich und besser als erwartet sei das Quartalsergebnis der UBS ausgefallen, lobten gestern die Analysten. Auch den Anlegern gefielen die Zahlen für die Zeitspanne vom April bis Juni: Der Aktienkurs der Grossbank legte gestern Nachmittag um mehr als 3 Prozent zu. Bei Börsenschluss bezifferte sich das Plus auf 4,3 Prozent.

Die Bank hat im zweiten Quartal einen Gewinn von 1,28 Milliarden Franken erzielt und damit deutlich mehr verdient als in der gleichen Zeitspanne des Vorjahres. Die Steigerung beläuft sich auf stolze 9 Prozent. Die Erträge stiegen deutlich mehr als die Kosten, der Vorsteuergewinn schloss um 12 Prozent besser bei 1,7 Milliarden ab. Die an der Kosten-Ertrags-Relation gemessene betriebliche Effizienz (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich auf 77,5 Prozent. Diese Kennzahl gilt im Bankensektor als das Mass der Dinge und bedeutet, dass von jedem eingenommenen Franken die Kosten 77,5 Rappen wegfressen. «Ich bin zufrieden mit dem zweiten Quartal», liess sich CEO Sergio Ermotti zitieren. Der gruppenweite Gewinn stieg im ersten halben Jahr um knapp 15 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken.

UBS legt im Vermögens- geschäft weiter zu

Herzstück bei der UBS ist das weltweite Geschäft mit der Vermögensverwaltung. In dieser Sparte ist sie Weltmarktführer. Sie steuerte im zweiten Quartal gut 1 Milliarde Franken oder mehr als 60 Prozent zum konsolidierten Vorsteuergewinn der Grossbank bei. Grund für die ­respektablen Zahlen sind der ­Rekordstand an verwalteten Vermögen, gestiegenen Nettozinsmargen und höheren Erträge im Kreditgeschäft.

Auch wenn sich der Gewinnbeitrag sehen lässt, lief bei der globalen Vermögensverwaltung nicht alles nach Wunsch: Im zweiten Quartal flossen Nettoneugelder in Höhe von 1,2 Milliarden Franken ab. Verantwortlich dafür waren aus saisonalen Gründen höhere, steuerbedingte Abflüsse in den USA und Rückzüge im Zusammenhang mit einem Mitarbeiteraktienprogramm in der Marktregion Amerika. Abflüsse gab es auch in Asien. Ein Teil der Kunden sei vorsichtiger geworden und habe Schulden abgebaut, heisst es im UBS-Bericht zum Zwischenergebnis für die Zeit von April bis Juni. Die gruppenweit verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Juni auf 3242 Milliarden Franken und lagen damit aber immer noch deutlich über den früheren Ergebnissen. Genau sind es 87 Milliarden Franken mehr als nach dem ersten Quartal.

Neben der Vermögensverwaltung lieferte auch das Investmentbanking deutlich bessere Zahlen als im Vorjahr ab. Die Steigerung zieht sich durch alle Regionen und Produktlinien. Mit einem Vorsteuergewinn von 569 Millionen Franken erhöhte es seinen Beitrag zum Vorsteuergewinn um gut einen Viertel. Die Bank hat sich in den letzten Jahren aus diversen Bereichen des Investmentbankings zurückgezogen. Der Rückzug warf die Frage auf, ob sie sich als Folge der Finanzkrise und anderer Vorfälle nicht aus zu vielen Bereichen verabschiedet habe. Dem widersprach Ermotti gemäss der Nachrichtenagentur SDA an der Telefonkonferenz aber klar: «Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung und glauben, dass unsere Investmentbank die richtige Grösse aufweist.» Wichtig sei vor allem, dass man in denjenigen Bereichen, in denen man tätig sei, eben genügend gross sei – und das sei bei der UBS der Fall.

Grundsätzlich ist das Management mit der eingeschlagenen Strategie mit Hauptfokus Vermögensverwaltung sehr zufrieden. Aber auch die Kostenseite will die Bank weiter im Fokus behalten. Im Zentrum stehen da die Digitalisierung wie auch weitere Kostensparmassnahmen. Für den weiteren Jahresverlauf gab sich die Bank wie gewohnt relativ vorsichtig. CEO Ermotti betonte, dass die UBS so gut aufgestellt sei, dass sie in jedem Umfeld bestehen könne.

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