Mehr Arbeitslose ausgesteuert

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Arbeitsmarkt Während sich die Arbeitslosenzahlen erholen, ist die Zahl der Ausgesteuerten in der Schweiz vergangenes Jahr mit 3300 im Monatsschnitt relativ hoch gewesen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sieht nicht nur die wirtschaftliche Lage als Grund, sondern auch die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes 2011. Diese hat die Bezugsdauer von Taggeldern verkürzt. Damit verlieren Arbeitslose ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigungen seither schneller. Zudem habe es Leistungskürzungen für die Jungen gegeben, sagt Boris Zürcher, Direktor für Arbeit im Seco. Die über 50-Jährigen dagegen würden eher verschont. Deshalb weist Zürcher den Vorschlag der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos), über 55-Jährige nicht mehr auszusteuern und sie in der ALV versichert zu lassen, zurück. Zudem führe eine Aussteuerung nicht zwingend zum Bezug von Sozialhilfe. Rosiger sieht es bei den Arbeitslosenzahlen aus. Mit 3,2 Prozent lag die Arbeitslosenquote im Februar leicht tiefer als im Januar (3,3 Prozent), und es ist der tiefste Februarwert seit 2012. 143930 Arbeitslose waren registriert, 5000 weniger als im Januar. (sda)