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Mehr als nur ein Papiergewinn

Devisenbestände Die Nationalbank (SNB) hat das Jahr 2017 mit einem beispiellosen Gewinn von 54 Milliarden Franken abgeschlossen. Ein grosser Teil davon sind sogenannte Buchgewinne. Dabei handelt es sich um Gewinne, welche durch mehr oder weniger zufällige, kursbedingte Höherbewertungen verschiedener Bilanzpositionen zu Stande gekommen sind. Doch der Nationalbankgewinn ist mehr als ein reines Papierergebnis.

Vielmehr sorgen die umfangreichen Obligationen- und Aktienanlagen der SNB auch für einen regelmässigen Ertrag in Form von Zinsen und Dividenden. 2016 nahm die Nationalbank aus Anlagen in Fremdwährungsobligationen umgerechnet mehr als 11 Milliarden Franken ein. Aus Aktien flossen knapp 3 Milliarden Franken Dividenden zu. Diese Erträge dürften im Berichtsjahr weitergestiegen sein, einerseits, weil die Bilanz weitergewachsen ist und die Anlagen in Summe also grösser geworden sind. Anderseits aber auch, weil die positiven konjunkturellen Entwicklungen in allen Industrieländern den Unternehmen die Zahlung höherer Dividenden erlaubt haben sollte. Hinzu kommt, dass die Nationalbank den in der Schweiz tätigen Geschäftsbanken beziehungsweise deren Kunden auf den bei ihr liegenden überschüssigen Giroguthaben weiterhin einen Strafzins von 0,75 Prozent abknöpft. Diese sogenannten Sichteinlagen spülten der SNB 2016 rund 1,5 Milliarden Franken Zinsen in die Kasse. 2017 sind die Sichteinlagen weitergestiegen, weshalb mit einem Ertrag aus dem «Negativ-Zins-Geschäft» von rund 2 Milliarden Franken gerechnet werden kann.

40 Prozent der Devisen sind in Euro investiert

Alles in allem dürfte der Cash-relevante Anteil am SNB-Jahresgewinn 2017 rund 15 Milliarden Franken erreicht haben. Das wäre immer noch das Doppelte des Betrages, den die SNB zur Stärkung der Rückstellungen in den eigenen Währungsreserven (5 Milliarden Franken) zur Seite legen sowie dem Bund und den Kantonen als Ausschüttung (2 Milliarden Franken) zukommen lassen will. Von den über 760 Milliarden Franken, welche die Nationalbank als Devisenanlagen auf der Bilanz führt, sind 40 Prozent in Euro denominierten Anlagen platziert. Rund 35 Prozent sind in Dollar-Papieren und der Rest in an­deren Währungen wie Pfund oder Yen angelegt. Allein die Aufwertung des Euro zum Franken hat der Nationalbank 2017 einen Gewinn von über 30 Milliarden Franken beschert.

Hinzu kamen beträchtliche Gewinne auf den Aktienbeständen, die 20 Prozent der Fremdwährungspositionen repräsentieren. Diese Buchgewinne unterliegen naturgemäss starken Schwankungen. Doch mit der Grösse der Bilanz wächst auch das Gewinnpotenzial der Nationalbank. Ökonomen schätzen es inzwischen auf mindestens 15 Milliarden Franken pro Jahr. (dz)

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