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Massenentlassung bei OVS bestätigt

Der Charles-Vögele-Nachfolger Sempione Fashion löst alle Arbeitsverträge bis Ende Juni auf. 1180 Personen verlieren ihre Stelle.
Maurizio Minetti
Eine Leuchtschrift über dem Eingangsbereich des mittlerweile liquidierten OVS-Flagship-Stores an der Sihlstrasse in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone, 7. März 2018)

Eine Leuchtschrift über dem Eingangsbereich des mittlerweile liquidierten OVS-Flagship-Stores an der Sihlstrasse in Zürich. (Bild: Christian Beutler/Keystone, 7. März 2018)

Die Massenentlassung bei OVS in der Schweiz ist Realität. Die Sempione Fashion AG, welche die Schweizer OVS-Läden betreibt, hat heute ihre Angestellten darüber informiert, dass das Konsultationsverfahren nichts an der zuvor geplanten Massenentlassung geändert hat. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung seien zum Ergebnis gekommen, dass es «bedauerlicherweise keine Möglichkeit gibt, das Unternehmen in der jetzigen Form fortzuführen», heisst es in dem Schreiben an die Angestellten, das unserer Zeitung vorliegt. Damit verlieren insgesamt schweizweit 1180 Personen ihren Job, wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigt. Allein am Hauptsitz in Pfäffikon SZ arbeiten knapp 150 Personen.

Die Angestellten konnten davor Vorschläge einreichen, wie Entlassungen vermieden werden sollen. Sempione Fashion und der Sachwalter haben diese Vorschläge geprüft: Doch keiner konnte berücksichtigt werden.

Detailhändler wollen Personal anstellen

Der Entscheid habe unter anderem zur Folge, dass «sämtliche Arbeitsverträge der bei Sempione Fashion AG angestellten Mitarbeitenden bis Ende Juni 2018 unter Berücksichtigung der anwendbaren Kündigungsfristen gekündigt werden», heisst es im Schreiben. Über das genaue Austrittsdatum sollen die Mitarbeitenden zu gegebener Zeit informiert werden.

Das Management sei weiterhin bestrebt, wenn immer möglich Lösungen für die Belegschaft zu finden: «Es werden dafür diverse Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt.» Man sei parallel dazu von diversen Schweizer Detailhändlern über deren Interesse an qualifiziertem Verkaufspersonal informiert worden.

Der italienische Modehändler OVS hatte über das Beteiligungsvehikel Sempione Fashion vor knapp zwei Jahren Charles Vögele übernommen. Seit Ende Mai befindet sich Sempione Fashion in Nachlassstundung. Die Umsätze seien anhaltend ungenügend gewesen, was zu massiven finanziellen Engpässen geführt habe, erklärte das Unternehmen, das Nachlassstundung beim Bezirksgericht Höfe beantragt hatte. Offen ist noch, wie viele der insgesamt 140 Filialen allenfalls gerettet werden können.

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