Mangel an Handwerkern bremst Arbonia

Der Arboner Gebäudezulieferer meldet ein Umsatzplus. Knappe Kapazitäten bremsten aber in manchen Branchen das Wachstum.

Kaspar Enz
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Die Arbonia erzielte 2019 3,1 Prozent mehr Umsatz. (Bild: ky)

Die Arbonia erzielte 2019 3,1 Prozent mehr Umsatz. (Bild: ky)

Die Arbonia erzielte im Jahr 2019 einen Nettoumsatz von 1,416 Milliarden Franken. Der Zuwachs um 3,1 Prozent fällt aber tiefer aus als erwartet. Grund dafür sei der Umsatzrückgang in der Division Fenster, wie das Unternehmen mitteilt. Die starke Nachfrage nach Holz/Aluminium-Fenstern in der Schweiz habe zu längeren Lieferzeiten geführt, während die Nachfrage nach Kunststofffenstern zurückging.

Trotz des Umsatzrückgangs erwartet Arbonia in der Division Fenster aber ein besseres Ergebnis. Arbonia wolle die Produktionsmenge von Holz/Aluminium-Fenstern im Verlauf des kommenden Jahres nochmals deutlich steigern.

Bei Heizung und Klima auf dem Vormarsch

Eine deutliche Verbesserung erzielte die Arbonia in der Division Heizung, Lüftung und Klima. Bereinigt um Währungsschwankungen und Zukäufe stieg der Umsatz um 2,5 Prozent. In Europa lief vor allem das Geschäft mit Bodenheizungen, Wärmepumpen und Lüftungen. Ein stärkeres Wachstum sei durch den Fachkräftemangel im Handwerk verhindert worden, heisst es in der Mitteilung des Arboner Konzerns. Dank der erweiterten Marktpräsenz auf der iberischen Halbinsel und durch das neue Werk in Russland sei die Division aber gut für die Zukunft aufgestellt.

Recht stabil blieben die Divisionen Türen und Sanitär. Die Abteilung Sanitär erzielte einen um 0,7 Prozent tieferen Umsatz. Währungsbereinigt resultierte aber ein leichtes Plus. Vor allem in der Schweiz und in Deutschland lief das Geschäft gut, geringe Installateurkapazitäten und ein hoher Preisdruck dämpften aber das Ergebnis.

Auch die Division Türen legte nicht zuletzt in Deutschland zu, wo Arbonia ihren Marktanteil in Stückzahlen um 20 Prozent ausbauen konnte. In der Schweiz bremsten mangelnde Kapazitäten der Baubranche die Umsatzentwicklung, da es bei verschiedenen Grossprojekten zu Verzögerungen kam.

Die Arbonia erwartet nach wie vor ein Betriebsergebnis in einer Bandbreite zwischen 128 und 136 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung heisst. Den Geschäftsbericht stellt sie im Februar vor. (red)