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Business Lunch: «Manche Freiheit wird übernutzt»

Das St.Gallen Symposium findet 2020 zum 50. Mal statt, und hat dazu einen neuen Auftritt bekommen. Direktor Beat Ulrich freut sich auf das Jubiläum.
Kaspar Enz
Bereits zum 50. Mal findet das Symposium 2020 an der HSG statt. (Bild: Michel Canonica)

Bereits zum 50. Mal findet das Symposium 2020 an der HSG statt. (Bild: Michel Canonica)

Sie haben selbst an der HSG studiert. Waren Sie damals schon einer der Studenten, die beim Symposium halfen?

Nein, aber mir fiel damals schon der unglaubliche Einsatz der jeweils rund 500 Studenten auf. Erstaunlich ist, dass in der Region selbst kaum wahrgenommen wird, dass einer der weltweit wichtigsten Dialoge zwischen den Generationen in St. Gallen stattfindet. Dafür will ich mehr Bewusstsein schaffen.

Schottet sich das Symposium nicht manchmal selbst ab?

Als internationale Konferenz, und gerade seit 9/11, sind die Sicherheitsanforderungen hoch. Unsere Speaker und Teilnehmenden müssen geschützt sein. Allerdings versuchen wir vermehrt, öffentlich zugängliche Formate zu schaffen. Am Jubiläums-Symposiums im Mai 2020 wird es einige Möglichkeiten geben, das Symposium auch als Externer mitzuverfolgen.

Dort soll die Freiheit neu gedacht werden, verkündet das Thema. Warum?

Denkt man an den Klimawandel oder elektronische Daten, muss man sagen: Manche Freiheiten werden heute übernutzt. Andererseits gibt es Tendenzen, Freiheiten einzuschränken. Es ist durchaus Zeit, die vermeintlich neu gewonnenen Freiheiten kritisch zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie wir in Zukunft damit umgehen.

Beat Ulrich ist seit zwei Jahren CEO des Symposiums. (Bild: PD)

Beat Ulrich ist seit zwei Jahren CEO des Symposiums. (Bild: PD)

Sie stehen jeden Tag im Generationendialog mit Ihren studentische Mitarbeitern. Denken sie anders?

Diese Zusammenarbeit ist wohl das Beste, was mir als 50-Jährigem passieren konnte. Oft heisst es, die Jugend ändere sich mit dem Alter dann schon. Aber die neue Generation ist mit der Digitalisierung aufgewachsen. Sie denkt wirklich anders. Die Frage nach dem Sinn hat für sie hohe Bedeutung. Politik und Wirtschaft müssen sich damit auseinanderzusetzen, wenn sie sich bei dieser Generation Gehör verschaffen wollen, um die anstehenden Herausforderungen gemeinsam zu meistern. (ken)

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