MANAGEMENT
Chefwechsel: Walter Ernst übernimmt die Leitung der Hypo Vorarlberg in St.Gallen von Dieter Wildauer

Nach gut 40 Jahren in Diensten der Hypo Vorarlberg übergibt Dieter Wildauer die Führung der Schweizer Tochtergesellschaft an Walter Ernst. Dieser ist als früherer Chef der St.Galler Vadian Bank in der Ostschweiz gut bekannt.

Thomas Griesser Kym
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Der scheidende Regionaldirektor der Hypo Vorarlberg in St.Gallen, Dieter Wildauer (links), und sein designierter Nachfolger Walter Ernst flankieren den Konzernchef der Hypo Vorarlberg, Wilfried Amann.

Der scheidende Regionaldirektor der Hypo Vorarlberg in St.Gallen, Dieter Wildauer (links), und sein designierter Nachfolger Walter Ernst flankieren den Konzernchef der Hypo Vorarlberg, Wilfried Amann.

Bild: PD

Seit gut achteinhalb Jahren leitet Dieter Wildauer die Hypo Vorarlberg an der Bankgasse in St.Gallen, nun ist bald Schluss. Im Herbst 2021 tritt Wildauer in den Ruhestand und übergibt, weil er noch Ferienguthaben bezieht, per Ende Juli 2021 die Aufgabe des Regionaldirektors der Schweizer Tochtergesellschaft der österreichischen Hypo Vorarlberg an Walter Ernst.

Dieser ist in der Ostschweiz gut bekannt. Walter Ernst ist vor einem Jahr zur Hypo Vorarlberg in St.Gallen gestossen, als Leiter Private Banking und Mitglied der Geschäftsleitung. Schon damals war vereinbart, dass Ernst als Chef auf Wildauer nach dessen Pensionierung folgen würde. Für Ernst war es eine Rückkehr nach St.Gallen, leitete er doch hier von 2007 bis 2014 die Vadian Bank. Danach arbeitete er für die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, Notenstein La Roche und Vontobel.

Konzentration auf Immobilienfinanzierungen

Unter Wildauers Leitung hat sich die St.Galler Niederlassung der Hypo Vorarlberg zu einer Bank mit 25 Mitarbeitenden und einer Bilanzsumme von einer Milliarde Franken entwickelt. Wildauer sagt:

«Ich habe mich auf weniges konzentriert und das zu 100 Prozent durchgezogen.»

Damit meine er vor allem die Konzentration auf Immobilienfinanzierungen zwischen 3 und 25 Millionen Franken in der ganzen Deutschschweiz. Hier habe sich die Hypo Vorarlberg gegenüber anderen Regionalbanken und auch den Grossbanken abgrenzen können.

Auf diesem Fundament könne Ernst aufbauen und habe den notwendigen finanziellen Spielraum, auch neue Dinge wie etwa eine ganzheitliche und grenzüberschreitende Beratung (Schweiz, Deutschland, Österreich) zu entwickeln. Über seinen Nachfolger sagt Wildauer:

«Walter Ernst ist mit seiner Erfahrung und Vernetzung in der Schweiz respektive im Vierländereck die ideale Persönlichkeit für diese Aufgabe.»

Seit 1980 bei der Hypo Vorarlberg beschäftigt

Dieter Wildauer hat sein ganzes Berufsleben bei der Hypo Vorarlberg verbracht. Im März 1980 startete er in der Filiale Lustenau, deren Leitung er 1998 übernahm. Seit Dezember 2012 führt er die Niederlassung St.Gallen.

Die Hypo Vorarlberg ist seit 1997 in der Schweiz tätig. 2020 erarbeitete sie einen Jahresgewinn vor Steuern von drei Millionen Franken. Der Konzern der Hypo Vorarlberg beschäftigt 900 Mitarbeitende, hat zuletzt annähernd 50 Millionen Euro vor Steuern verdient und weist eine Bilanzsumme von gut 15 Milliarden Euro auf.

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