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Malpass bleibt einziger Kandidat für Weltbank-Präsidium

Der US-Amerikaner David Malpass will als einziger Präsident der internationalen Hilfsorganisation werden. Bisher fiel der Republikaner eher durch Kritik an ebensolchen auf.
Renzo Ruf, Washington
David Malpass (63) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus Anfang Februar, als seine Kandidatur für das Weltbank-Präsidium feststand. Bild: Jim Lo Scalzo (Washington, 6. Februar 2019)

David Malpass (63) bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus Anfang Februar, als seine Kandidatur für das Weltbank-Präsidium feststand. Bild: Jim Lo Scalzo (Washington, 6. Februar 2019)

Keine Kampfwahl bei der Neubesetzung des Weltbank-Präsidiums: Der Amerikaner ­David Malpass (Bild), derzeit im Finanzministerium in Washington zuständig für internatio­nale Angelegenheiten, ist der einzige Kandidat für die Nachfolge des Anfang Februar zurückgetreten Jim Yong Kim. Dies meldete die Weltbank gestern nach Ablauf der Anmeldefrist. In einem nächsten Schritt werde Malpass (63) nun vom Exekutivdirektorium der global tätigen Entwicklungshilfeorganisation zum Interview vorgeladen, heisst es in einer Stellungnahme; dann erfolge die Wahl durch die 25 Mitglieder des Gremiums, in dem auch die Schweiz vertreten ist. Malpass’ erster Auftritt wird wohl im Rahmen der Frühjahrstagungen der Bretton-Woods-Institutionen Weltbank und Währungsfonds erfolgen, die am 12. April in Washington beginnen.

Malpass trat während seiner Karriere als Mitarbeiter der Regierungen von Ronald Reagan, George H. W. Bush und Donald Trump, Ökonom und Wirtschaftsberater immer wieder als Kritiker multilateraler Organisationen auf. Auch sprach er sich häufig kritisch über die Rolle aus, die China im globalen Welthandel spielt. Seit seiner Nomination durch Präsident Trump im Februar allerdings gibt sich der Republikaner konzilianter; auch soll er während seiner Vorstellungsgespräche rund um die Welt auf Distanz zu Trump gegangen sein. So sagte er kürzlich im Gespräch mit der «New York Times», er werde dafür einstehen, dass sich die Weltbank weiterhin für die Bekämpfung des Klimawandels einsetzen werde.

Allem Anschein nach gelang es Malpass damit, Opposition gegen das Vorrecht der Amerikaner, den Weltbank-Präsidenten zu stellen, im Keim zu ersticken.

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