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MAESTRANI: Süsse Verlockung: Ansturm aufs Flawiler Chocolarium

Mit seinem interaktiven Chocolarium zieht der Flawiler Schokoladehersteller weit mehr Besucher an als erwartet. Doch nun lautet die Herausforderung, die Anfangseuphorie zu verlängern.
Thomas Griesser Kym
Süsse Schoggikunst im Chocolarium. (Bild: Ralph Ribi)

Süsse Schoggikunst im Chocolarium. (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Griesser Kym

Mindestens 100'000 Besucher pro Jahr anlocken – mit dieser Vorgabe hat Maestrani am vergangenen 1. April das Chocola­rium eröffnet. Nun, sechseinhalb Monate später, ist diese Marke bereits erreicht. «Erwartungen übertroffen», lautet denn auch die Zwischenbilanz von Markus Vettiger. Für 2018 legt der Chef des Flawiler Schokoladeherstellers die Messlatte entsprechend höher: Im kommenden Jahr will er in seiner interaktiven Schoggi-Erlebniswelt 150'000 Besucher oder mehr begrüssen.

Aber auch Vettiger ist klar: Das Chocolarium ist kein Selbstläufer. Will heissen: Es ist ungewiss, wie lange der Reiz des Neuen noch anhält, ob wirklich viele Besucher wie erhofft mehrmals kommen und ob man das Potenzial vor allem im Ausland besser ausschöpfen kann. Aus Umfragen weiss Maestrani: 90 Prozent der Besucher kommen aus der Schweiz, schwergewichtig aus der Ostschweiz und aus Zürich, lediglich 10 Prozent aus dem Ausland. In Zusammenarbeit etwa mit Tourismusorganisation versucht Maestrani, ausländischen Feriengästen das Chocolarium schmackhaft zu machen – im Wissen, das Destinationen wie Luzern oder Interlaken höher im Kurs stehen als die Ostschweiz. Immerhin finden wiederholt zum Beispiel indische Gruppen den Weg nach Flawil, «und die kaufen dann auch viel Schoggi im Laden ein».

Maestrani ist ausserdem sehr um Abwechslung bemüht. Schoggi-Giesskurse, Rundgänge für Kinder mit Globi, Geburtstagsfeiern, Halloween im Chocolarium usw. sollen dieses attraktiv halten. Viele Besucher brächten auch die Mund-zu Mund-Propaganda sowie Partnerschaften mit Coop und den SBB. Und dank seiner Kontakte zu Läden und Restaurants in Flawil will Vettiger ferner erfahren haben, dass das Chocolarium gut ist für das Gewerbe im Dorf, weil dort Besucher noch essen und trinken oder einkaufen.

Maestrani schlägt sich wacker

Das Chocolarium hat 25 neue Arbeitsplätze geschaffen (auf Vollzeitbasis gerechnet rund die Hälfte), womit Maestrani nun 165 Mitarbeitende zählt. Mit dem Geschäftsgang zeigt sich Vettiger angesichts des Umfelds «zufrieden», wenn man bedenke, dass der Detailhandel und der Schoggiumsatz insgesamt schrumpften, was mit eine Folge sei von weniger Touristen. Deren Zahl hat jüngst allerdings dank der Erstarkung des Euro wieder etwas angezogen. Ausserdem verbucht Maestrani dieses Jahr das stärkste Wachstum im Export, der etwa 36 Prozent zum Jahresumsatz von rund 50 Millionen Franken beiträgt, wobei in erster Linie das Geschäft in Zollfreiläden an Flughäfen floriere. Insgesamt werde Maestrani 2017 besser abschliessen als 2016, sagt Vettiger, und: «Dem Unternehmen geht’s gut.»

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