M-Industrie legt deutlich zu

Die Migros-Industrie verzeichnet vor allem im Ausland ein starkes Wachstum. Aber auch im Inland konnte die Marktstellung weiter ausgebaut werden.

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ZÜRICH. Die M-Industrie hat 2014 erstmals über 6 Mrd. Fr. Umsatz erwirtschaftet. Dies, weil die Wachstumschancen im In- und Ausland erfolgreich genutzt worden seien, gaben die Produktionsbetriebe der Migros bekannt. Insgesamt stieg der Umsatz der total 19 Industriebetriebe in der Schweiz und der fünf Betriebe im Ausland 2014 um 4% auf 6,016 Mrd. Franken. Das organische Wachstum betrug dabei 3,1%. Zudem konnten im Grossverbrauchermarkt ausserhalb der Migros-Gruppe trotz schwierigen Umfelds die Umsätze auf 995 (i. V. 983) Mio. Fr. gesteigert werden.

Exporte boomen

Das internationale Geschäft, bestehend aus Export und Auslandstandorten, hat um 22% auf 626 Mio. Fr. kräftig zugelegt. Verantwortlich dafür sind vorwiegend die Exporte, die um 15% gewachsen sind. Zum Wachstum beigetragen haben vor allem das Kaffeekapselgeschäft sowie die Bereiche Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Käse. Im Rahmen der internationalen Wachstumsstrategie wurde mit der Übernahme der Sweet Works Inc. die Marktstellung in Nordamerika im Bereich Schokolade/Kaugummi ausgebaut.

Ostschweizer Betriebe wachsen

Die Fleischverarbeiterin Micarna mit einem Standort in Bazenheid und einem zweiten im westschweizerischen Courtepin konnte ihren Umsatz von 1,34 Mrd. auf 1,39 Mrd. Fr. leicht steigern. Dies verdankt sie auch der Übernahme der in Buriet gelegenen Rudolf Schär AG per 1. Dezember 2014. Damit konnte sie ihre Marktposition im Bereich der Fleisch- und Wurstspezialitäten stärken. Micarna beschäftigte 2014 rund 2650 Mitarbeitende. Die Getränke und Convenience-Nahrungsmittel herstellende Bina in Bischofszell verzeichnete dieses Jahr ein Umsatzplus, nachdem der Umsatz im Vorjahr noch rückläufig war. Mit 971 Mitarbeitenden setzte Bina 546 (i. V. 523) Mio. Fr. um. Der seit 2008 zur Mifroma gehörende Urnäscher Käsehandel Dörig wies 2014 einen Umsatz von 34 Mio. Fr. aus und beschäftigte 14 Mitarbeitende.

Starker Franken

Die neue Währungsrealität wird das Geschäft der M-Industrie beeinflussen. Wesentliche Faktoren werden der Einkaufstourismus, die zunehmenden Importe und die Wettbewerbsfähigkeit im Exportgeschäft sein. Die M-Industrie will ihren strategischen Weg «konsequent weitergehen und die Leistungsfähigkeit ausbauen». Laut der Agentur SDA will die M-Industrie weitere Länder erschliessen, etwa im Nahen Osten oder auch in Asien. (mm)