LOHNWACHSTUM: In diesen Berufen steigen die Löhne

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund fordert für das nächste Jahr 1,5 bis 2 Prozent. Die Lohnerhöhungen bleiben bisher aber fast alle unter den Forderungen. Wir zeigen in einer Übersicht, in welchen Branchen die Löhne steigen.

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Im Coiffeurgewerbe sollen die Mindestlöhne für Angestellte im dritten bis zum fünften Dienstjahr steigen. (Bild: Getty)

Im Coiffeurgewerbe sollen die Mindestlöhne für Angestellte im dritten bis zum fünften Dienstjahr steigen. (Bild: Getty)

Die bisher getätigten Abschlüsse sind von den Forderungen des Gewerkschaftsbundes weit entfernt, allerdings ist es für ein Fazit der Lohnrunde noch zu früh. In den meisten Betrieben hat das Feilschen um die Lohnsummen noch gar nicht begonnen oder ist noch im Gang. Das gilt vor allem für die Berufszweige ohne Gesamtarbeitsvertrag, aber auch für die Bauwirtschaft sowie die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie.

In einigen Branchen und Unternehmen dürfen sich Mitarbeitende bereits auf mehr Lohn freuen:

Branchen:

  • Decken- und Innenausbau: Höhere Mindestlöhne von monatlich 50 bis 100 Franken
  • Holzbau: 1 Prozent mehr Lohn
  • Elektro- und Telekominstallationen: 1,5 Prozent höhere Löhne
  • Gebäudetechnik: 1 Prozent mehr Lohn
  • Metallbau: 1 Prozent mehr Lohn
  • Coiffeurgewerbe: Die Mindestlöhne im dritten bis zum fünften Dienstjahr steigen. Fachkräfte erhalten eine Lohnerhöhung von bis zu 200 Franken.
  • Reinigungsbranche: Deutschschweiz: Löhne steigen zwischen 0,7 und 1,8 Prozent; Romandie: Lohnerhöhung um bis zu 2,8 Prozent.
  • Uhrenindustrie: In dieser exportorientierten Branche steigen die Löhne um ein halbes Prozent.

Einzelne Unternehmen:

  • Coop: Lohnsumme wird um 1 Prozent angehoben.
  • Migros: Die regionalen Genossenschaften legen um 0,5 bis 0,9 Prozent zu.
  • Lindt&Sprüngli: Das Gehaltsbudget wird um 1 Prozent aufgestockt.
  • Givaudan: Beim Duftstoff-Hersteller steigen die Löhne um 1,5 Prozent, dazu gibt es 20 Franken an die Krankenkassenprämien.
  • Feldschlösschen: Zahlt generell 1,2 Prozent mehr, die Mindestlöhne steigen um 2,5 Prozent.

Ökonomen prognostizieren eine Kaufkraft 0,1 bis 0,2 Prozent. Die ein oder zwei Zehntelprozente kommen einem Absturz in der bisherigen Reallohnentwicklung gleich. Über die zurückliegenden acht Jahre betrachtet bezifferte sich das mittlere Reallohn-Wachstum auf jeweils 1,4 Prozent: