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Lohnen sich Aktienrisiken 2018?

Börsenspiegel
Caroline Hilb Paraskevopoulos, Leiterin Anlagestrategie und Analyse, St. Galler Kantonalbank

Wer 2017 bei der Geldanlage Risiken eingegangen ist, wird zum Jahresende mit seinen Entscheiden zufrieden sein. 2017 war ein gutes Aktienjahr. Der US-Leitindex S&P 500 legte um 20 Prozent zu. Sein europäisches Pendant, der Euro Stoxx 50, stieg um 7 Prozent, und der Swiss Market Index (SMI) blieb mit einem Plus von 14 Prozent nicht zurück.

Auch bei den Anleihen hat es sich gelohnt, zusätzliche Risiken einzugehen. Die Kreditrisikoprämien notierten auf historisch tiefem Niveau. Entsprechend deutlich stiegen die Preise von Anleihen mit tieferer Kreditbonität.

Aber dafür waren die Entscheidgrundlagen im vergangenen Jahr selten klar. Oft war die Verlockung gross, Risiken abzubauen. Zwar waren die Wirtschaftsdaten und die Konjunkturaussichten vielversprechend. Ebenfalls kamen von der Unternehmensseite her gute Zahlen, so notierten die Margen mehrheitlich auf sehr hohem Niveau und liessen auf ansehnliche Firmengewinne hoffen. Diese Basis war den Aktien zuträglich und hat potenziellen Spielverderbern wiederholt den Wind aus den Segeln genommen.

Zitterpartie um Trumps Steuerreform

Aber potenzielle Spielverderber gab es einige, vor allem politische. Hier stehen die USA unter Präsident Trump im Fokus. So war es lange unklar, ob er sein Wahlversprechen hinsichtlich der Steuerreform einlösen könne. Der Aktienmarkt hatte diese positiven Effekte aber bereits in der Kursbildung berücksichtigt. Darum war es für die Aktienmärkte zum Jahresende wichtig, dass das Steuerpaket durchkam.

Ebenfalls birgt der Konflikt mit Nordkorea Risikopotenzial. Sollte er eskalieren, würde er sich ausweiten zu einem Konflikt zwischen China und den USA. Hier wären die ökonomischen Auswirkungen rasch spürbar, die Aktienmärkte kämen unter Druck.

Wir erwarten, dass auch zu Beginn dieses Jahres noch immer eine gute Aktienmarktperformance erzielt werden kann. Jedoch dürfte die Basis für die steigenden Aktienkurse, vor allem wegen schwächerer Konjunkturaussichten, einen Dämpfer erhalten. Im zweiten Semester wird sich dies vermehrt an den Börsen zeigen. Auf der Obligationenseite ist es sinnvoll, vermehrt auf Qualität und Liquidität zu setzen.

Caroline Hilb Paraskevopoulos, Leiterin Anlagestrategie und Analyse, St. Galler Kantonalbank

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