Locher investiert in Lagertanks und Neubau

APPENZELL. Wie stufen andere Ostschweizer Brauereien das vergangene Jahr ein? «Mit einem erfreulichen Plus» schliesst die Brauerei Locher in Appenzell das Braujahr ab.

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APPENZELL. Wie stufen andere Ostschweizer Brauereien das vergangene Jahr ein? «Mit einem erfreulichen Plus» schliesst die Brauerei Locher in Appenzell das Braujahr ab. Wie Mitinhaber und Geschäftsführer Karl Locher auf Anfrage sagt, müsse man im Schweizer Braugeschäft über die letzten Jahre gesehen aber von Stagnation sprechen. Denn es gab auch schon Jahre, wo die heimischen Hersteller weniger Bier absetzen und brauen konnten.

Idee vorangetrieben

Für Schub sorgt Locher, indem auch hier immer wieder einmal ein neues Bier lanciert wird. Diesmal waren es die im Trend liegenden Starkbiere, namentlich der «Alpstein Bock» (Alkoholgehalt 8,0%). Das im Mai lancierte Produkt ist streng genommen nicht das erste Starkbier der Appenzeller. Schon seit einiger Zeit wird ein solches für Italien gebraut. Ab und zu wanderten kleine Restbestände in den hiesigen Firmenladen, wo sie rasch verkauft wurden. So entschloss sich die Firma, gleich ein eigenes Produkt für die Schweiz, den «Alpstein Bock», zu entwickeln. Damit soll auch die ausländische Starkbier-Konkurrenz auf Abstand gehalten werden. Das Sortiment der Brauerei, die um die 4,5% Marktanteil am Schweizer Gesamtausstoss hat, umfasst jeweils um die 24 Biere. Wird einmal ein Produkt herausgenommen, wird es durch ein neues ersetzt. Zu den speziell kreierten Produkten zählen auch ein Honigbier und ein Glühbier.

Sichtbarer Ausbau

Bis ins Jahr 2018 werden insgesamt 30 Mio. Fr. in den Ausbau des Standorts investiert. Neue Lagertanks werden gerade in Betrieb genommen, und etwas weiter nördlich entsteht ein Neubau. Der traditionsreiche Standort am Brauereiplatz 1 in Appenzell wird aber für unterschiedliche Aufgaben behalten. (T. F.)