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Lindt & Sprüngli lässt sich kaum bremsen

KILCHBERG.
Thomas Griesser Kym

KILCHBERG. Der Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli ist 2015 auf «solidem Wachstumskurs» geblieben – trotz Frankenstärke, hoher Rohstoffpreise für Kakao, Nüsse, Mandeln, Rezession in erdölexportierenden Schwellenländern (Brasilien, Russland), Terrordrohungen, lauer Konsumentenstimmung und unvorteilhafter Witterung. Trotzdem stieg der Umsatz um 8% auf 3,65 Mrd. Franken. In Lokalwährungen betrug das Plus 13,5% respektive 7%, bereinigt um die grösste Akquisition in Lindts Geschichte, die amerikanische Russell Stover. Das Betriebsergebnis stieg um 9,4% auf 519 Mio. Fr., womit die Marge von 14% auf 14,2% des Umsatzes kletterte.

Als Erfolgsfaktoren nannte an der Bilanzpressekonferenz Lindt-Chef Ernst Tanner starkes lokales Management in den einzelnen Märkten, Konzentration auf Schlüsselmarken wie Lindor oder Excellence bei gleichzeitiger Pflege von Innovationen zur Dynamisierung und Verjüngung der Marke Lindt sowie das Konzept Global Retail. Darunter fallen eigene Lindt-Shops (Fabrikläden, Outlets, Boutiquen, Cafés) rund um den Erdball. 2009, beim Start von Global Retail, hatte Lindt 116 Shops, mittlerweile sind es 325. Letztes Jahr kamen 50 hinzu (davon 16 in Brasilien). Künftig sollen pro Jahr 25 bis 30 Shops dazu kommen, und 2020 will Tanner die belgische Godiva umsatzmässig als weltführenden Retailer von Premium-Schokolade abgelöst haben. Premium bedeutet bei Lindt höchste Qualität, wobei sich Lindt weder mit Harddiscountern noch auf Preiskämpfe einlässt.

Lindt peilt weiterhin jährlich 6% bis 8% Umsatzwachstum aus eigener Kraft an und eine Steigerung der Marge um 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte. 2015 hat Lindt in Europa und den USA 253 Mio. Fr. je hälftig in den Ausbau der Kapazität investiert. Auch im Werk am Hauptsitz in Kilchberg werden neue Anlagen beschafft sowie 20 neue Stellen geschaffen.

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