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Lidl bleibt dem Thurgau treu: Neuer Hauptsitz in Weinfelden eingeweiht

65 Millionen Franken hat Lidl Schweiz in seinen neuen Hauptsitz investiert. Dort gibt es mehr Raum und moderne Arbeitsplätze für die zunehmende Zahl der Beschäftigten. Auch im Lebensmittelhandel hält das Wachstum des Discounters an.
Thomas Griesser Kym
Der neue Hauptsitz von Lidl Schweiz an der Dunantstrasse in Weinfelden, auf der anderen Strassenseite des alten Hauptsitzes. (Bild: Reto Martin)Der neue Hauptsitz von Lidl Schweiz an der Dunantstrasse in Weinfelden, auf der anderen Strassenseite des alten Hauptsitzes. (Bild: Reto Martin)
Feierliche Einweihung: Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli, Lidl-Schweiz-Chef Georg Kröll, Lidl-Schweiz-Immobilienchefin Nadia von Veltheim und Regierungsrat Walter Schönholzer (von links) durchschneiden das Band. (Bild: Reto Martin)Feierliche Einweihung: Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli, Lidl-Schweiz-Chef Georg Kröll, Lidl-Schweiz-Immobilienchefin Nadia von Veltheim und Regierungsrat Walter Schönholzer (von links) durchschneiden das Band. (Bild: Reto Martin)
Sitzungszimmer im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)Sitzungszimmer im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Sitzgruppe im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)Sitzgruppe im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Lidl-Schweiz-Chef Georg Kröll posiert vor dem neuen Hauptsitz. (Bild: Reto Martin)Lidl-Schweiz-Chef Georg Kröll posiert vor dem neuen Hauptsitz. (Bild: Reto Martin)
Fitnessstudio im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)Fitnessstudio im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Und noch mehr Fitnessgeräte für Gruppentraining (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)Und noch mehr Fitnessgeräte für Gruppentraining (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Grosszügige Kaffeeküche im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)Grosszügige Kaffeeküche im neuen Hauptsitz. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)
Eingangstreppe zum Empfang am neuen Hauptsitz von Lidl Schweiz (Bild: Reto Martin)Eingangstreppe zum Empfang am neuen Hauptsitz von Lidl Schweiz (Bild: Reto Martin)
9 Bilder

Der nigelnagelneue Hauptsitz von Lidl Schweiz in Weinfelden

Strömender Regen, ein überfüllter Parkplatz, eine ein Quadratmeter winzige Kaffeeküche und schmale Gänge, «für einen Schwinger kaum breit genug zum Durchkommen» - das sind die Erinnerungen von Georg Kröll, als er vor vier Jahren erstmals den Hauptsitz von Lidl Schweiz in Weinfelden besuchte, wo er die Stelle als neuer Geschäftsleiter antreten sollte. Regen fällt im Thurgau noch immer sporadisch, aber die beengten Platzverhältnisse sind bald passé.

Am Freitag hat Lidl Schweiz in Weinfelden seinen neuen Hauptsitz eingeweiht. Dieser liegt über die Strasse, gegenüber dem alten Gebäude. In Kürze wird schrittweise gezügelt. Der neue Hauptsitz, hochgezogen in knapp zwei Jahren Bauzeit, bietet Raum für gut 300 Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt Lidl im Hauptquartier 250 Angestellte, das alte, vor elf Jahren errichtete Gebäude war ursprünglich für 200 Arbeitsplätze konzipiert worden.

Neubau statt Erweiterung oder Wegzug

Als Alternativen zum Neubau hatte Lidl Schweiz zwei Optionen. Erstens eine Erweiterung des alten Gebäudes. Diese Idee wurde laut Kröll verworfen, «weil wir deutlich höhere Ansprüche haben als ein paar zusätzliche Schreibtische aufzustellen». Konkret: Das neue Gebäude bietet helle, offene Arbeitsräume, was die Teamarbeit und die Kommunikation erleichtern soll, zudem ein Restaurant, ein Fitnessstudio und einen Ruheraum.

Georg Kröll, Chef von Lidl Schweiz. (Bild: Reto Martin (Weinfelden, 2. November 2018))

Georg Kröll, Chef von Lidl Schweiz. (Bild: Reto Martin (Weinfelden, 2. November 2018))

Option zwei war der Wegzug in einen anderen Kanton. Doch schliesslich fiel der Entscheid, in Weinfelden zu bleiben und hier neu zu bauen. Den Ausschlag gaben mehrere Faktoren: Lidl wollte die Belegschaft halten, doch bei einem Wegzug wären wohl nicht alle Mitarbeitenden geblieben, «und wir haben gegenüber unseren Mitarbeitenden auch eine soziale Verantwortung», sagt Kröll. Ausserdem liegt direkt am Hauptsitz eines der beiden Warenverteilzentren (das andere steht in Sévaz im Kanton Freiburg). Drittens hat es Kröll der Standort im Thurgau angetan: Man finde hier qualifizierte Mitarbeitende, die Zusammenarbeit mit den Behörden funktioniere gut, die Infrastruktur und die Verkehrsanbindung passten.

Zweistellige Wachstumsraten

Auch im Kerngeschäft, dem Lebensmittelhandel, bleibt Lidl Schweiz auf Wachstumskurs. Vergangenes Jahr setzte man erstmals über eine Milliarde Franken um, und in den vergangenen Jahren wuchsen die Umsätze jeweils um gut 10 Prozent, wie Kröll Schätzungen des Forschungsinstituts GfK bestätigt. «2018 sieht ebenfalls gut aus, wir halten das Wachstumstempo», sagt Kröll. Gestartet am 19. März 2009 mit 13 Filialen, bedient Lidl Schweiz mittlerweile 123 Läden. «Und damit ist noch lange nicht Schluss,» sagt Kröll. Pro Jahr sollen grosso modo zehn neue Filialen hinzukommen. Einen Plafond will sich Kröll nicht setzen; damals, beim Start vor neuneinhalb Jahren, war die Rede gewesen von einem Potenzial von 200 Filialen.

Klar ist, dass Lidl vermehrt in Ballungsräume und Innenstädte expandieren will. Dabei komme man recht gut voran, sagt Kröll. Die Schwierigkeit sei, genügend grosse Flächen von mindestens 800 Quadratmetern und das an guten Lagen zu finden.

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